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In Issum am Kullenweg brannte ein Komposthaufen

Brand am Kullenweg : Selbstentzündung: Issumer Komposthaufen in Flammen

Wie gefährlich es sein kann wen sich ein Komposthaufen entzündet, zeigte sich jetzt in Issum. Glücklicherweise konnte die Feuerwehr das Übergreifen der Flammen auf die angrenzende Garage verhindern.

Am Samstagabend gegen 21 Uhr wurde die Issumer Feuerwehr zu einem Brand am Kullenweg gerufen. Ein Komposthaufen stand in Flammen. Das Feuer drohte, auf die angrenzende Garage überzugehen. Die Flammen des brennenden Komposthaufens griffen bereits auf eine angrenzende Zaunanlage, sowie auf Bäume und Sträucher über. „Durch das beherzte Eingreifen der Anwohner konnte durch deren Löschmaßnahmen bis zum Eintreffen der Feuerwehr Schlimmeres verhindert werden“, schreibt die Feuerwehr in ihrem Bericht. Mit zwei Strahlrohren wurde das Feuer unter Atemschutz durch Feuerwehreinsatzkräfte endgültig gelöscht. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Zur Brandursache äußerte sich die Polizei. „Wir gehen davon aus, dass der Komposthaufen sich selbst entzündet hat“, erklärt Ingo Schankweiler, Pressesprecher der Polizei Kleve. Da keine Brandstiftung vorliege, seien die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen.

Wie kommt es aber zu einer Selbstentzündung des Komposts und wie kann das verhindert werden? Beim Abbau des organischen Materials, also meistens Grasschnitt oder Gehölz, sind Bakterien am Werk. Während die Mikrolebewesen „arbeiten“, also Holz und Gras zu Dünger umwandeln, entsteht Wärme. Die kann unter bestimmten Umständen so stark sein, dass es zu einer Selbstentzündung kommt. Den Komposthaufen ab und zu zu wässern, kann unter Umständen kontraproduktiv sein, sagt Bernd Manders, Pressesprecher der Issumer Feuerwehr. Denn die Mikroorganismen brauchen die Feuchtigkeit, um zu arbeiten. Wer Sorge hat, dass sich sein Komposthaufen selbst entzünden könnte, der solle ihn lieber umschichten. Damit wird verhindert, dass sich Wärme staut und Brandkanäle bilden.