In Geldern ging’s um Social Media für Unternehmer

Unternehmerfrühstück : In Geldern ging’s um Social Media

(RP) „Beim letzten Mal bin ich hier noch im Bademantel rumgeflitzt. Heute darf ich in eine neue Rolle schlüpfen“, begrüßte Frank Wöbbeking, Hauptreferent des Unternehmerfrühstücks mit der Kreis-Wirtschaftsförderung in Geldern, die gut 70 Interessierten.

Und vor allem Hoteldirektor Heinz Janssen dürfte es gefreut haben, dass der Mediamixx-Geschäftsführer und Kommunikations-Fachmann das Wellness-Hotel Seepark in der alten Herzogstadt zu schätzen weiß.

Gut 45 Minuten referierte Wöbbeking, stellte sich als „Digital Immigrant“ vor, als ein Mensch also, der einst als Journalist auf einer traditionellen Schreibmaschine erste Gehversuche in der Welt der Kommunikation unternahm. Ungeachtet der Tatsache, dass der amerikanische Präsident Donald Trump seine neuesten Ideen stets über Twitter „in die Welt setzt“, hielt Wöbbeking diesen Weg für niederrheinische Firmenchefs für den falschen: „Völlig ungeeignet“, so sein Votum. Wöbbeking warb für den Einsatz von Social Media, egal für welche Altersstufe. „Man ist nie zu alt“, sagte er und wies durch einen Tweet des amerikanischen Models Kylie Jenner nach, dass sogenannte Influencer – die Blogger und Vlogger – selbst Börsenkurse zum Absturz bewegen können.

Gelderns Bürgermeister Sven Kaiser ließ seiner Freude freien Lauf, dass seine Stadt weiter gewachsen sei und heute 35.000 Einwohner zähle. Mit einer Arbeitslosenquote von vier Prozent stehe man recht gut da, wenngleich der Fachkräfte- und auch Arbeitskräftemangel Folgewirkungen zeige. Umso wichtiger sei es für die Firmenchefs, sagte der erste Bürger mit Blick auf den Berufskolleg-Leiter Andreas Boland, sich am Tag der Ausbildung Anfang des nächsten Jahres im Berufskolleg zu präsentieren.

Sorgen machen sich die Gelderner – dies bestätigten auch Wirtschaftsförderer Tim van Hees-Clanzett und Kollegin Janine Segref – über manchen Leerstand im inhabergeführten Einzelhandel. Neben dem Versuch, das Thema mit dem Projekt Retail Lab in den Griff zu kriegen, werde sich auch das Gründerzentrum den Herausforderungen widmen.

Hier stieg Hans-Josef Kuypers ein, befindet sich die Kreis-Wirtschaftsförderung doch mitten in der monatelangen Gründerland Kreis Kleve-Veranstaltungsreihe, die im Hotel Seepark gar ein Wochenend-Seminar mit 40 teilnehmenden Gründungsinteressierten durchgeführt hat. Erstmals, so Kuypers, werde es die Verleihung von zwei Gründerpreisen mit Preisgeldern von je 5000 Euro geben, überreicht durch Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart, Landrat Wolfgang Spreen und den Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve. Abschließend betonte Kuypers die hohe Bedeutung eines engen Miteinanders von Städten und Gemeinden und örtlichen Werberingen und Verkehrsvereinen.

Mehr von RP ONLINE