In Arcen gibt es eine Menge zu erleben

Heimat-Serie : Arcen ist immer einen Ausflug wert

Die Vielfalt ist beeindruckend: Von der Fahrradtour mit Pommes und Eis bis zum Brauereibesuch oder Entspannen im Thermalbad. Ostern ist Ritterspektakel in den Schlossgärten.

Urlaub direkt vor der Haustür: Das niederländische Städtchen Arcen lockt vor allem im Sommer ungezählte Besucher aus dem Nachbarland. Für die Gäste aus dem Gelderland ist der Weg zum an Walbeck angrenzenden Kleinod besonders kurz. Da muss man sich nicht unbedingt mit den anderen um die oft knappen Parkplätze im Ortskern streiten, sondern fährt entspannt mit der Fiets in das Dorf an der Maas. Pommes, Pfannkuchen oder Eis, gern auch alles, sind dann meist Pflichtprogramm.

Auch die Tore der Schlossgärten Arcen sind seit zwei Wochen wieder geöffnet. Derzeit dreht sich dort alles um den Frühling. Zehntausende Frühjahrsblüher und Stinsenpflanzen bringen mit den rund 40.000 Stiefmütterchen richtig Farbe in den Park. Die besten niederländischen Züchter stellen ihre schönsten Narzissen in der ‚Narzissenparade‘ im Schloss aus. Jede Woche werden sie vom Blumenteam der Schlossgärten zu besonderen Blumensträußen gebunden.

Das Gasthaus der Brauerei. Foto: Dirk Möwius

Am Osterwochenende gehört das Schloss den Rittern: Das Ritterspektakel lädt zur Reise durch die Geschichte des Landgutes Arcen ein. Rund um das Schloss und auf dem Turnierfeld finden Schwertkämpfe, Feldschlachten und Waffendemonstrationen statt. Das Motto lautet in diesem Jahr „Die Zerstörung des Klosters Barbaras Weerd“. Es erinnert an das Kloster, das 1452 von den Franziskanern gegründet wurde und 1586 von 200 Spaniern gegen Staatstruppen verteidigt wurde. Nachdem eine Einnahme des Klosters nicht gelang, wurde es in Brand gesetzt. Nur sieben Spanier überlebten den Brand und das Kloster wurde nie wieder aufgebaut.

Das Zentrum von Arcen. Foto: Dirk Möwius

Arcen lockt aber vor allem auch mit seiner schmucken Innenstadt mit viel Gastronomie und Terrassen zur Maas hin — und das ohne Eintrittsgeld. Die Überreste des Zolltores, „de Schanstoren” (Schanzenturm) und der nie fertiggestellte Kanal „Fossa Eugeniana“ erinnern an der Grenze nach Straelen an die Vergangenheit als Festungsstadt. Teile des Kanals und einzelne Schanzen sind noch gut zu erkennen und lassen sich während eines Spaziergangs erkunden.

Blick in die Schlossgärten Arcen. Foto: Schlossgärten Arcen

Neben der Kornbrennerei „De Ijsvogel” ist vor allem die Hertog-Jan-Brauerei einen Besuch wert. Gruppen bekommen hier eine kompakte Führung durch die Braustätten mit anschließender Verkostung. Neben den eigene Produkten kann man in der angrenzenden Gastronomie auch die Vielfalt niederländischer und belgischer Beire testen. Übrigens: Die kleine Brauerei gehört zum weltweit größten Braukonzern Anheuser-Busch InBev und ist damit sozusagen eine Schwester der Issumer Diebels-Brauerei.

Von der Brauerei aus kann man mit der gerade erneuerten Autofähre nach Broekhuizen übersetzen. Radelt man nun auf der anderen Seite die Maas entlang, gibt es immer wieder die Möglichkeit, per Fähre ans rechte Ufer zurückzukehren.Wer sich lieber nur ins warme Wasser legt, ist im Thermalbad Arcen richtig. Dort befindet man sich im Nationalpark De Maasduinen, der zu ausgedehnten Spaziergängen und Radtouren einlädt.

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