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Impfstelle in Geldern wird vorzeitig in Betrieb genommen

Zusätzlicher Impfstoff geht an Menschen mit Vorerkrankungen : Ab Mittwoch wird in Geldern geimpft

Durch zusätzlichen Impfstoff können über 4400 Personen mit Vorerkrankungen im Kreis Kleve kurzfristig vor Corona geschützt werden. Der Kreis Kleve startet deshalb vorzeitig den Betrieb der Impfstelle in der Sekundarschule Niederrhein. Hausärzte und Internisten wählen die Patienten aus.

Ab Mittwoch wird auch in Geldern geimpft. Die neue Impfstelle des Kreises Kleve in den Räumen der Sekundarschule Niederrhein nimmt vorzeitig ihren Betrieb auf. Grund ist eine Mitteilung des Landesgesundheitsministeriums, die den Kreis am späten Freitagnachmittag erreicht hat. Die Menge der zusätzlichen Impfdosen ist nochmals erhöht worden. Der Kreis Kleve hat deshalb am Wochenende alle Anstrengungen unternommen, die zweite Impfstelle in Geldern schon am Mittwoch, 31. März, eröffnen zu können. Ursprünglich sollte sie nach Ostern an den Start gehen. In dieser Woche werden dort ausschließlich Menschen mit Vorerkrankungen geimpft werden.

Ursprünglich sollten Bürger mit Vorerkrankungen erst nach Ostern in den Hausarztpraxen ein Impfangebot erhalten. Doch nun steht mehr Biontech/Pfizer-Impfstoff bereit. Die Organisation der einwöchigen Zusatzaktion in den Impfzentren wurde in die Hände der Kreise und kreisfreien Städte gelegt. Für den Kreis Kleve steigt die Zahl der zusätzlichen Impftermine somit von 2250 auf über 4400.

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Das Gesundheitsamt hat die Hausärzte und Internisten im Kreisgebiet angeschrieben und auf dieses zusätzliche Impfangebot hingewiesen. Für diese Impfaktion richtete der Kreis Kleve kurzfristig ein weiteres Online-Buchungsportal ein. Nach Rücksprache mit der Kassenärztlichen Vereinigung wurden die Hausärzte und Internisten gebeten, jeweils ihren 20 Patienten mit Vorerkrankungen gemäß der Corona-Impfverordnung und höchster Vulnerabilität, also hoher möglicher Gefährdung durch Covid-19, einen Impftermin im Impfzentrum Kreis Kleve anzubieten. Die Termine müssen über das Online-Portal gebucht werden. Am Samstagnachmittag wurde mit einem weiteren Schreiben an die Hausärzte und Internisten die Zahl der Termine pro Arzt um weitere 15 auf insgesamt 35 erhöht. Landrätin Silke Gorißen: „Ich bedanke mich bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein sowie den Hausärzten und Internisten im Kreisgebiet für ihre Unterstützung bei der Realisierung dieser kurzfristigen Sonder-Impfaktion.“

Samstag wurde zudem das weitere Online-Buchungsportal des Kreises Kleve freigeschaltet. Die seitens der Hausärzte und Internisten ausgewählten Personen mit Vorerkrankungen können mit einem speziellen Link eine Buchung für einen Impftermin in Kalkar oder in Geldern auswählen. Landrätin Gorißen: „Da die Impfkapazitäten in Geldern auch beim geplanten Zwei-Schicht-Betrieb begrenzt sind, ist es möglich, dass nicht allen Patienten aus dem südlichen Kreisgebiet ein Impftermin in Geldern angeboten werden kann.“ Weil die Impfdosen auf die Zahl der Hausärzte und Internisten im Kreisgebiet aufgeteilt wurden, können die entsprechenden Ärzte für diese Aktion nur die festgelegte Zahl von 35 Patienten auswählen. „Wir sind der festen Überzeugung, dass die behandelnden Ärzte am besten beurteilen können, welche ihrer vorerkrankten Patienten sie für dieses Angebot auswählen. Deshalb haben wir uns am Freitag für diesen Weg der Terminvergabe entschieden. Mein Dank gilt allen Kollegen, der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, der Stadt Geldern, unserem Dienstleister Conx sowie allen weiteren Partnern für die sehr kurzfristige Organisation des schnellen Starts der Impfstelle in Geldern“, so Silke Gorißen.