Gesundheit Issums neue Bäderwelten

Issum · Im Wohlfühl-Haus wird ab Montag das Bewegungsbecken in Betrieb genommen. Ein Angebot ist Kinderschwimmen, aber auch Rehasport- und Aquagymnastik sind im Programm. Dabei kommen Erinnerungen hoch, als Issum noch ein Hallenbad hatte.

 Roland Borgmann freut sich über das fertig gestellte Bewegungsbecken im Wohlfühl-Haus. Ab Montag wird es aktiv für Kurse genutzt.

Roland Borgmann freut sich über das fertig gestellte Bewegungsbecken im Wohlfühl-Haus. Ab Montag wird es aktiv für Kurse genutzt.

Foto: Evers, Gottfried (eve)

Es ist warm, gedämpftes Licht fällt auf die spiegelglatte Wasseroberfläche. Am Rand hat Roland Borgmann Platz genommen. „Das ist mein Baby“, sagt er mit Stolz in der Stimme. Das Schwimmbecken im ersten Obergeschoss hatte er sich gewünscht. „Man geht schon ein Risiko ein, ob es denn läuft“, sagt der Betreiber von „Fitness & Wohlfühlen“. Aber er habe gut recherchiert.

Wer in den Genuss des 30 Grad warmen Wassers kommen möchte, der muss einen Kursus besuchen. „Es ist ein reines Bewegungsbecken“, erklärt Elke Borgmann den Nutzen des zwölf mal vier Meter großen Beckens. Dass mehrere Menschen wie in einem normalen Hallenbad dort schwimmen gehen, dafür ist das Becken nicht ausgelegt.

Die warmen Temperaturen kommen denen zu Gute, die demnächst in das Wasser eintauchen. Reha-Sport, Wassergymnastik, Baby- und Kinderschwimmen stehen auf dem Programm. „Der Bedarf ist da“, stellt Roland Borgmann fest. Seine Frau erklärt, dass eine Abfrage ergeben hat, wo die Interessen liegen. Nahezu 300 Interessenten gab es für die neuen Wasser-Angebote in Issum.

„Wir wollen keine Konkurrenz, sondern das Angebot erweitern“, betont Borgmann. Es könnte mehr werden. „Sofern wir eine gute Idee haben für einen Schwimm-Club, fünf Leute, eine homogene Gruppe, die Rücksicht aufeinander nehmen“, denkt Elke Borgmann über ein mögliches weiteres Angebot laut nach. Aber erst einmal geht es am Montag mit den neuen Kursen los.

Ein Hallenbad für alle, das ist in Issum Geschichte. Eine, an die sich viele noch erinnern. Roland Borgmann zum Beispiel denkt an die Wasser-Volleyball-Turniere der DLRG zurück. Jeder, der in Issum zur Grundschule ging, hatte in der Halle Am Tapp Schulschwimmen. Zitronengelb waren die Kacheln der Umkleide, innendrin war es hellblau.

„Samstags war Warmbadetag“, sagt Thomas Schwolow von der Gemeinde Issum. Das Wasser: 32 Grad. Der Eintritt kostete kurz vor der Schließung 1999 eine Mark für Kinder, zwei Mark für Erwachsene. Nach der Schließung habe es größere Diskussionen gegeben, ob in Issum nicht ein neues Hallebad gebaut werden soll. Dagegen sprachen aber die hohen Betriebskosten. Favorisierter Standort wäre übrigens der Vogt-von-Belle-Platz mit seinen vielen Parkplätzen gewesen. „Da schließt sich der Kreis“, sagt Schwolow lachend. Denn das Wohlfühl-Haus mit dem neuen Schwimmbecken liegt genau dort. Auch wenn es nicht öffentlich ist wie ein Schwimmbad, der Blick über die Fleuthwiesen wird das Herz der Kursbesucher höher schlagen lassen. Man habe das Gefühl, man könne unendlich weit schwimmen, sagt Borgmann.

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