Kerken: Im Karneval ist Nieukerk der Nabel der Welt

Kerken: Im Karneval ist Nieukerk der Nabel der Welt

Eine Woche vor Großkarneval nutzten die Nieukerker Karnevalisten die große Kappensitzung des Elferrates am Samstag, um sich rechtzeitig warmzuschunkeln. Unter dem Motto "Total egal, hier kriegt ihr Spaß, der Elferrat gibt richtig Gas" startete die Veranstaltung im Adlersaal um 19.11 Uhr mit dem Einzug des Elferrates. Sitzungspräsident Manfred Kempkes (Camel) freute sich besonders über den so gut wie ausverkauften Saal: "Ich bin mir sicher, dass wir wieder über Tische und Bänke gehen werden."

Den ersten Orden des Abends überreichte er "der besten niederrheinischen Stimmungs- und Partyband, den Flamingos". Nach einer Schunkelrunde, "um sich schnell näher zu kommen", stand Karl-Heinz Loefs aus Uedem als Eisbrecher in der Nieukerker Bütt: "Es ist für mich eine große Ehre, mal am Nabel der Welt zu sein, hier in Nieukerk." Mit trockenem Humor erzählte er zum Beispiel von den Marotten seines 80-jährigen Opas und platzierte Seitenhiebe auf Aldekerk. Gleich im Anschluss enterte "Feel Jeck" aus Wachtendonk die Bühne mit närrischen Tanzrhythmen und akrobatischen Einlagen. Büttenreden und schwungvolle Tänze wechselten sich ab.

Christoph Onkels wagte eine öffentliche Sitzung auf der Toilette: "Das ist jetzt ein bisschen peinlich für euch. Ich habe einen Zweitjob bei Villeroy und Boch: Ich bin Schüsseltester."

Als Clown warf "Holländer" Leo Sonneveld mit niederländischen Klischees nur so um sich und erzählte aus seinem Alltag als Vertreter für Sexspielzeug: "Das ist alles von Stiftung Warentest befriedigend getestet."

Jörg van de Locht und Mike Teloy plauderten als "Vanny und Tele" in einem deftigen Zwiegespräch einige Nieukerker Geheimnisse aus. Sitzungspräsident Camel präsentierte selbst gedichtete Lieder zu Nieukerker Themen: "Eine kleine Liebeserklärung an Nieukerk, gespickt mit einigen Pfeilspitzen nach Aldekerk."

Auch der Tanz kam nicht zu kurz. Für viele Lacher sorgten die Elferrat Hüpfdohlen als wunderschöne Frauen aus 1001 Nacht. Die Nieukerker Formation "Cai Piranhas" hatte einen Indianertanz auf die Beine gestellt. Als letzter Programmpunkt vor dem großen Finale mit allen Akteuren standen "Las Tropicals" aus Neersen auf der Bühne. Unter dem Oberbegriff "Schutzengel" wechselten sie immer wieder die Kostüme und lieferten tolle Choreografien als Rettungsschwimmerinnen und Schwimmer, Feuerwehrleute oder Matrosen.

Nach der vierstündigen Sitzung wurde die Theke noch viel länger von durstigen Karnevalisten umlagert.

(ym)