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Im Bauerngarten ist eine alte Apfelsorte gepflanzt worden.

Altes Obst in Wachtendonk : „Finkenwerder Herbstprinz“ steht im Naturparkzentrum

Im Bauerngarten des Naturparkzentrums ist eine alte Apfelsorte gepflanzt worden. Die Einrichtung bemüht sich darum, traditionelle Obstarten zu erhalten.

Auf der Obstwiese im Bauerngarten des Naturparkzentrums Wachtendonk stehen 20 Apfel- und Birnenbäume sowie eine Mispel. Darunter findet sich nun auch ein Baum der Sorte „Finkenwerder Herbstprinz“. Bei einer Pflanzaktion, an der sich alle Naturparke Nordrhein-Westfalens beteiligen, wurde der Apfelbaum auf der Streuobstwiese gepflanzt.

Streuobstwiesen sind ein bedeutendes Kulturgut am Niederrhein und wichtiger Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Um die Obstwiese des Naturparkzentrums Wachtendonk für kommende Generationen zu erhalten, werden regelmäßig neue Bäume nachgepflanzt. So werden auch weiterhin Kinder aus umliegenden Kitas und Grundschulen jeden Herbst Äpfel und Birnen sammeln und zu Saft pressen können.

 Solche Gärten bieten laut Naturpark die Chance, alte Sorten, die widerstandsfähig gegen Krankheiten wie Mehltau sind und die daher auch ohne den Einsatz chemischer Mittel auskommen, zu erhalten und wiederzuentdecken. Daher hat sich der Naturpark Schwalm-Nette für eine alte Apfelsorte entschieden und einen Finkenwerder Herbstprinz gepflanzt. Seine mittelspäte Blüte wird vom späten Frost im Frühjahr verschont. Die Ernte der gelb-roten und meist kegelförmigen Äpfel beginnt Anfang Oktober. Bei kühler und feuchter Lagerung können die Äpfel bis in den April hinein verzehrt werden. Für Freunde säuerlichen Geschmacks eignet sich der Finkenwerder Herbstprinz als Tafelobst; er kann aber auch zum Backen verarbeitet oder als Mostapfel verwendet werden.

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Die aktuelle Ausstellung „Streuobstwiesen – faszinierender Lebensraum und vergessenes Kulturgut“ wird noch bis zum 17. Dezember im Naturparkzentrum Wachtendonk gezeigt. Für den Besuch gilt die 2G-Regel, Nachweise mitbringen.