Geldern: Hochschule baut ihr Sport- und Musikangebot aus

Geldern: Hochschule baut ihr Sport- und Musikangebot aus

Der Förderverein gab Geld für Geräte und Instrumente. Der Traum von einer Mehrfachturnhalle bleibt.

Studieren ist mehr als nur lernen, Klausuren schreiben und Prüfungen bestehen. Das weiß man auch an der Hochschule Rhein-Waal. Deswegen hat die Hochschule nun - mit maßgeblicher Unterstützung des Fördervereins Campus Kleve - ihr Sport- und Musikangebot ausgebaut und bietet ihren Studierenden für die Zeit außerhalb des Hörsaals vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten.

Mehr als 50 Sportkurse hat die Hochschule an ihren Standorten Kleve und Kamp-Lintfort inzwischen eingerichtet. Dass das Angebot so stark angewachsen ist, daran tragen die neuen Räume im Untergeschoss des Gebäudes 2 a in Kleve großen Anteil. Dort widmen sich die Studierenden nun vornehmlich Kampfsportarten, außerdem werden Fitness- und Yogakurse angeboten. Zusätzlich ist Platz für Musik. So gibt es einen Proberaum, in dem diverse Bands von Studierenden üben können.

Weil die Ausstattung der Räume bislang zu wünschen übrig ließ, engagierte sich der Förderverein Campus Kleve und half mit einer gut fünfstelligen Summe. Finanziert wurden für den Sportbereich eine Spiegelwand, ein Schwingboden, Boxsäcke und Judomatten. Für den Musikraum wurden ein elektronisches Schlagzeug, ein Keyboard, ein Cajon (Kistentrommel) und Notenständer angeschafft. "Wir sind fest davon überzeugt, dass es für diese Zwecke keine öffentlichen Gelder gegeben hätte", sagt der Fördervereinsvorsitzende Peter Wack.

"Ich bin sehr stolz, dass sich Hochschulsport und -musik sehr gut entwickelt haben. Und ich bin sehr dankbar für die Unterstützung durch den Förderverein", betont Prof. Jens Gebauer, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung an der Hochschule Rhein-Waal. Auch Peter Garzke, der Beauftragte für Hochschulsport, ist begeistert: "Endlich können wir unseren Studierenden ein umfassendes Programm in einer angemesseneren Sportstätte präsentieren", sagt er. Die Musikbeauftragte Sarah Lampe freut sich, dass der neue Proberaum so gut angenommen wird. Sechs Bands üben dort regelmäßig.

Obwohl sich die Bedingungen für Sport und Musik an der Hochschule nun deutlich verbessert haben, gibt es noch Herausforderungen. So sind Studierende und Mitarbeiter in vielen Fällen auf die Hilfe von lokalen Sportvereinen angewiesen. "Wir klingeln regelmäßig bei den Hausmeistern, um zu fragen, ob wir Sportstätten mitnutzen können", sagt Garzke. Deswegen würde sich Vizepräsident Gebauer eine eigene Multifunktionshalle auf dem Campusgelände wünschen. "Träumen darf man ja", sagt er.

(RP)