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Historischer Verein Geldern beendet Corona-Pause

Historischer Verein Geldern : Festungswanderung und Förderpreis

Der Historische Verein für Geldern und Umgegend öffnet ab sofort wieder seine Geschäftsstelle an der Hartstraße. Gleichzeitig laufen erste Aktivitäten an. Unter anderen ist ein Streifzug durch die Stadtgeschichte geplant.

(him) Die lange Corona-Pause hat ein Ende. Ab sofort öffnet der Historische Verein für Geldern und Umgegend wieder seine Geschäftsstelle im Haus Hartstraße 4-6. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind dann jeweils wieder dienstags, freitags und samstags von 10 bis 12 Uhr sowie mittwochs von 16 bis 18 Uhr für geschichtlich interessierte Bürger da. „Wir haben ein Hygienekonzept entwickelt und eine Plexiglas-Trennwand und Desinfektionsmittel angeschafft. Außerdem dürfen vorerst nur zwei Besucher gleichzeitig die Räumlichkeiten betreten“, sagt Vorsitzender Gerd Halmanns.

Parallel laufen die ersten Aktivitäten des Vereins wieder an. Am Dienstag, 18. August, wird die Reihe „Laufend lernen“ fortgesetzt, die im vergangenen Jahr mit großem Erfolg gestartet wurde. Zuletzt hatte Ehrenvorsitzender Heinz Bosch im Februar bei einem Spaziergang durch Geldern an die letzten Kriegstage, die Zerstörung der Stadt und die Befreiung vom Nationalsozialismus erinnert.

Zum Comeback steht ab 19 Uhr die Neuauflage einer Führung auf dem Gelderner Festungswanderweg unter Leitung von Dr. Wilfried Kleiböhmer und Gerd Halmanns auf dem Programm. Die beiden Experten möchten während der etwa fünf Kilometer langen Wanderung auf den Festungsgräben einen wichtigen Teil der Stadtgeschichte des 16. bis 18. Jahrhunderts erlebbar machen. Wegen der Pandemie ist die Teilnehmerzahl auf 18 Personen beschränkt, die in zwei Gruppen eingeteilt werden. Interessenten können sich per E-Mail unter historischer.verein.geldern@web.de anmelden. Die Veranstaltung, die sich nicht nur an Mitglieder richtet, findet ausschließlich draußen statt. Deshalb können der Mühlenturm und die Kasematten diesmal nur von außen vorgestellt werden. Die Teilnahme am historischen Streifzug ist kostenlos, Treffpunkt ist vor der Geschäftsstelle.

Außerdem weist Gerd Halmanns darauf hin, dass die Vorschlagsfrist für den Karl-Heinz-Tekath-Förderpreis, mit dem der Historische Verein an den vor 16 Jahren gestorbenen Archivar des Kreises Kleve erinnert, am 30. November endet. Privatpersonen und Institutionen können Kandidatinnen und Kandidaten vorschlagen, die beispielsweise Bachelor-, Masterarbeiten oder Dissertationen zu regionalen Themen geschrieben haben. Dazu zählen nicht nur historische Arbeiten, sondern auch geografische, archäologische, volkskundliche, sprachwissenschaftliche oder kunsthistorische Themen. Der Förderpreis ist mit 2500 Euro dotiert; die Preisträgerin oder der Preisträger wird spätestens im März vorgestellt.