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Issum: His-Törchen widmet sich dem Telefon

Issum : His-Törchen widmet sich dem Telefon

Neue Ausstellung im Issumer Museum wird am 3. Dezember eröffnet. Von Rauchzeichen im Wilden Westen über die optische Telegrafenlinie der Preußen bis zum Smartphone in jeder Hosen- oder Handtasche.

Das Telefon steckt heute in jeder Hosen- oder Jackentasche. In Deutschland heißt es Handy, in englischsprachigen Ländern "mobile phone oder "cell phone". Und natürlich gibt es fest installierte Geräte in den Häusern, manchmal in mehreren Zimmern. Telekommunikation in jedweder Form ist schon lange alltäglich geworden und nicht mehr wegzudenken. Ein Thema, dem sich das Issumer Museum widmet. Zusammen mit dem Telefonmuseum des Fördervereins Telekom-Historik Bochum zeigt der Arbeitskreis His-Törchen die Entwicklung des Telefons.

Der Besucher wird mitgenommen auf eine Zeitreise von den Anfängen der elektronischen Nachrichtenübermittlung bis zur Datentechnik der Gegenwart. Während die jüngeren Besucher wohl eher über die seltsamen Apparate staunen, können alle anderen in Erinnerungen schwelgen und längst vergessene Telefonmodelle wieder entdecken.

Im Wilden Westen haben sich die Indianer mit Rauchzeichen verständigt, die Preußen benutzten eine optische Telegrafenlinie. Erst mit der Entdeckung der Elektrizität haben sich die Möglichkeiten vervielfacht. Morsetelegraf, Telefon, Fernschreiber, Fax, Handy und schließlich das Smartphone sind nur einige Beispiele aus dieser Entwicklung. Brauchte man früher mit der preußischen optischen Telegrafenlinie noch Stunden für eine DIN-A4-Depesche, so kann man heute bequem und in Sekunden ganze Videos über das Internet streamen. In der Anfangszeit des Telefons mussten die Gespräche noch mit der Hand durch das "Fräulein vom Amt" vermittelt werden. Diese Aufgabe haben später elektromechanische Wähler-Vermittlungsstellen übernommen. Wer immer schon wissen wollte, wie eine Vermittlungsstelle funktionierte, wird hier Antworten auf seine Fragen bekommen.

Der Arbeitskreis His-Törchen und der Verein Telekom-Historik möchten alle Interessierten in dieser Ausstellung mitnehmen durch die Geschichte der elektrischen Nachrichtenübermittlung und anhand der Exponate dazu beitragen, die zum Teil recht komplexe Technik auch dem Laien verständlich zu machen.

(RP)