Issum: Hauptschule Issum soll mit Rheurdt fusionieren

Issum : Hauptschule Issum soll mit Rheurdt fusionieren

/ Rheurdt Die Issumer Verwaltung wird beauftragt, Verhandlungen mit der Gemeinde Rheurdt aufzunehmen, um einen Verbund zwischen den Hauptschulen beider Gemeinden zu schaffen und ein Konzept zu erarbeiten. Diesen Beschluss fassten die Mitglieder des Schulausschusses während ihrer jüngsten Sitzung einstimmig.

Nur neun Anmeldungen

In einer umfangreichen Vorlage hatte die Verwaltung dargelegt, dass es für das Schuljahr 2008 / 2009 für die Hauptschule in Rheurdt nur noch neun Anmeldungen gibt. Da es jedoch mindestens 18 Schüler sein müssen, ist diese Schule, auch nach den Vorschriften des Schulgesetzes, nicht mehr lebensfähig. Dies habe auch die zuständige Dezernentin bei der Bezirksregierung in Düsseldorf festgestellt: Es könne in Rheurdt keine Eingangsklasse mehr gebildet werden.

Nachdem es bereits im vergangenen Jahr Kontakte zwischen den Lehrern der Käthe-Kollwitz-Schule in Sevelen und der Hauptschule Rheurdt gegeben hat, fanden auch schon Gespräche zwischen den beiden Bürgermeistern statt. Weil es in Rheurdt nur noch 153 Schüler gibt, besteht demnach seitens der Gemeinde der Wunsch nach einer Zusammenarbeit der beiden Schulen. Als Träger der neuen Schulform – Hauptstandort Issum und Teilstandort Rheurdt – wird ein Zweckverband vorgeschlagen. Dies ist auch nach dem Schulgesetz möglich.

Die Issumer Verwaltung verdeutlichte auch, dass die Schule in Sevelen im Augenblick gut aufgestellt sei. Zurzeit werden dort 296 Schüler, davon 59 Kinder aus umliegenden Gemeinden, unterrichtet. Es gibt Fachräume für Chemie, Physik, Hauswirtschaft, Musik. Werken und einen Computerraum.

Neben der alten Turnhalle steht die 2007 gebaute neue Halle für den Schulsport zur Verfügung. Hinzu kommt eine große Außensportanlage.

Bürgermeister Gerhard Kawaters bewertet eine mögliche Fusion als einen zusätzlichen Impuls zum Fortbestand der Sevelener Schule. Die so entstehenden Synergieeffekte könnten helfen, die Schulform Hauptschule attraktiv zu gestalten. Auch Schulamtsdirektor Wolfgang Weichselgärtner und Heinz Dieter Albrecht, Rektor der Käthe-Kollwitz-Schule, sehen die aktuelle Diskussion positiv.

Kawaters empfahl in diesem Zusammenhang dringend, dass die politischen Beschlüsse bis Ende des Jahres gefasst werden. Denn so bekämn die Eltern, deren Kinder ab dem Schuljahr 2009 / 2010 eine Hauptschule besuchen wollen, Planungssicherheit.

(RP)
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