1. NRW
  2. Städte
  3. Geldern

Geldern: Hauptschul-Zukunft ungewiss

Geldern : Hauptschul-Zukunft ungewiss

Noch wollen die Gelderner Politiker die Geschwister-Scholl-Schule nicht aufgeben. Auch wenn bislang noch nicht genügend Anmeldungen zur Bildung einer Eingangsklasse vorliegen (die RP berichtete): Der Schul- und Sportausschuss hat dennoch beschlossen, diese Klasse zu bilden. Einstimmig.

Das Zeichen, das die Politiker damit setzen wollen, ist eindeutig: Bis zum letzten Moment soll die Chance gewahrt bleiben, vielleicht doch noch eine Klasse einzurichten. Wenngleich in der Sitzung Schulrätin Angelika Platzen deutlich gemacht hatte: "18 Anmeldungen sind das absolute Minimum. Darunter ist keine Klassenbildung möglich." Was wiederum bedeutet, dass dann per Gesetz die Auflösung der Schule eingeleitet wird. Nach Hollas Stand hatten sich bis Donnerstagabend lediglich elf Schüler angemeldet, Hein Lemmen (CDU) sprach von zwölf Anmeldungen.

Die Issumer Hauptschule steht derweil vor dem endgültigen Aus. Es waren bereits zwei Versuche gestartet worden, die Käthe-Kollwitz-Schule in Sevelen zu retten. Doch sowohl ein Sekundarschul-Verbund mit der Gemeinde Kerken als auch mit der Stadt Geldern scheiterten wegen fehlender Anmeldungen für Issum. Jetzt gab es noch die Möglichkeit, eine Eingangsklasse für die Hauptschule in der Issumer Ortschaft zu bilden. Dafür wären jedoch 18 Anmeldungen notwendig gewesen. Die Anmeldefrist endete am Donnerstag. Am gestrigen Freitag musste dann Sabine Marks, stellvertretende Fachbereichsleiterin Zentrale Dienste, die auch für die Schulen zuständig ist, das ernüchternde Ergebnis bekanntgeben: Für diese Schulform in Sevelen gab es keine einzige Anmeldung.

  • Kommentar : Eltern verunsichert bei der Schulwahl
  • Neuss : Nächste Hauptschule am Ende
  • Radevormwald : Keine Anmeldung für Hauptschule

Dafür konnte Holla am Donnerstag verkünden, dass sechs mögliche Hauptschul-Kandidaten aus Sevelen sich bereits dafür ausgesprochen haben, die neue Sekundarschule in Geldern zu besuchen. Die hätte dann 102 Anmeldungen und würde sicher mit vier Eingangsklassen in ihr erstes Jahr starten. Nicht ausgeschlossen, dass noch mehr Kinder diese Alternative wählen, wenn auch die Geschwister-Scholl-Schule keine neuen Schüler mehr aufnehmen kann. "Es ist viel Bewegung in dem Thema", analysierte Holla entsprechend.

(RP)