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Hanneke Hellmann plant ÖPNV-Offensive für den Kreis Kleve

Zu Besuch bei Busunternehmer Schatorjé in Keveleaer : Hanneke Hellmann ist für ÖPNV-Offensive im Kreis

Die Bundestagskandidatin der Freien Wähler möchte die Effektivität der Buslinien prüfen und anpassen lassen. Mit dem Busunternehmen Schartojé aus Kevelaer sprach sie über alternative Antriebe am Niederrhein.

Wenn es nach Hanneke Hellmann, Bundestagskandidatin der Freien Wähler, geht, braucht der Kreis Kleve eine ÖPNV-Offensive. Es gelte, die Effektivität der Buslinien zu prüfen, anzupassen und klimaneutrales Fahren voranzutreiben. Der Hersteller Mercedes beispielsweise werde in Zukunft keine Verbrennungsmotoren mehr bauen, so Hanneke Hellmann. „Der Kreistag muss bei der Nahverkehrsplanung aktiv werden.“ Ihre Beobachtung, dass nach 18 Uhr viele große Busse nur mit wenig Passagieren durch die Gegend fahren, habe sich bestätigt. Busse on Demand (auf Abruf) wären ihrer Meinung nach eine gute Alternative. Das Buslinienkonzept müsse angepasst werden.

Nun war sie beim Kevelaerer Busunternehmen Schatorjé zu Besuch. Im Gespräch mit Geschäftsführer Thomas Schatorjé wurde deutlich, dass die Innovation von Treibstoffen für Busse am Niederrhein noch nicht angekommen sind. Im Moment favorisiert das Busunternehmen den Treibstoff Diesel Euro 6, weil dieser in der Umweltbilanz am besten abschneidet. Das könnte sich bald ändern, so Thomas Schatorje. Er sei offen für alternative Treibstoffe für sein Busunternehmen, das sowohl Linien- als auch Fernreise-Busse sowie die Stadtlinie „De Geldersche“ fährt. Vor einiger Zeit habe man eine Probefahrt mit einem E-Bus unternommen. Noch seien elektrisch betriebene Fahrzeuge allerdings doppelt so teuer wie Diesel-Busse. Auch Busse mit Wasserstoffantrieb könnten in der Zukunft eine Rolle spielen. Es gebe derzeit aber noch Probleme bei der Herstellung der Tanks.