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Gütesiegel für die Kindertageseinrichtung Arche Noah in Geldern

Kintertageseinrichtung in Geldern : Kita Arche Noah erhält Gütesiegel

Bereits im Januar wurde der Einrichtung das „Gütesiegel“ der Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder verliehen. Weil die Feier dem Coronavirus zum Opfer fiel, wurde sie nun zum Weltkindertag nachgeholt.

Die Bibel besteht aus zwei Teilen: dem Neuen und dem Alten Testament. Ganz so umfangreich – und bedeutsam – ist das Ergebnis der Qualifizierungsmaßnahme der Evangelischen Kindertagesstätte Arche Noah in Geldern nicht. Doch auch sie hat zu einem Buch mit zwei Teilen geführt. Der eine trägt den Titel „Kernprozesse“, der andere „Führungsprozesse“ und beide sollen künftig die Arbeit und Abläufe in der Einrichtung an der Bogenstraße regeln.

Zwei Jahre haben Kita, Träger, Fachabteilungen, Elternbeirat, Presbyterium und der Rheinische Verband Evangelischer Kitas miteinander gerungen, um ein Konzept auf die Beine zu stellen. Herausgekommen sind mehrere hundert Seiten, auf denen es unter anderem um Themen wie Sicherheit, Hygiene oder die Beteiligung der Kinder geht. Als Lohn für diese Arbeit bekam die Kita bereits im Januar das „Gütesiegel“ der Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder (BETA) verliehen. Weil die Feier dem Coronavirus zum Opfer fiel, wurde sie nun nachgeholt und gleich noch mit dem Weltkindertag verbunden.

Wofür die Arche steht, lässt sich am besten an der Eingangstür ablesen: zusammen spielen, steht da, die Welt entdecken, aufwachsen, lachen, Freude haben, erkunden, singen und tanzen und Glauben leben. Dass sie in der LandLebenStadt einen hervorragenden Ruf genießt, zeigt sich auch bei den Anmeldezahlen. 1996 eröffnet, bietet die Kita aktuell Platz für 76 Kinder in vier Gruppen. 18 Plätze hatte sie in diesem Jahr neu zu vergeben. 70 Bewerbungen seien eingegangen – konfessionsübergreifend.

„Die Bildung und Erziehung der Kinder ist uns ganz wichtig“, betonte Leiterin Silke Mogritz im Beisein von Bürgermeister Sven Kaiser. „Die Kinder haben ein Recht auf Bildung und Chancengleichheit.“ Und das könne man nun mit dem Gütesiegel belegen. „Die Leitung ist spitze, das Team ist spitze“, riefen die Kinder, bevor sie im Garten das Lied „1, 2, 3, hier geht es rund“, anstimmten. Was denn ihre Rechte seien, wollte Mogritz von ihnen wissen. „Wir haben das Recht auf eine Familie“, antworteten die Kinder. „Wir haben das Recht auf ein gemütliches Zuhause, auf Bücher, Freunde und auf Kuscheln.“ Und auf ganz viel Nachtisch, rief ein Junge von hinten. Anschließend ließen die Kinder gemeinsam Luftballons samt Postkarten steigen, auf die zuvor ihre Wünsche geschrieben hatten.

Ein Platz für das Gütesiegel ist auch schon gefunden. Es soll gut sichtbar an der Außenmauer im Eingangsbereich gleich neben dem Schild „Familienzentrum NRW“ angebracht werden, neben dem schon der Hinweis darauf, dass die Einrichtung ein „Haus der kleinen Forscher“ ist, hängt und neben dem Schild, ajf dem die Kita ihr Leitbild erklärt. „Eigentlich werde das Gütesiegel nur für drei Jahre vergeben“, erzählt Mogritz. „Wegen Corona wurde die Zeit aber auf vier Jahre verlängert.“