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Straelen: Grüne in Straelen sind für Grünbrücken und Schuldenfreiheit

Straelen : Grüne in Straelen sind für Grünbrücken und Schuldenfreiheit

Das Programm für die Kommunalwahl im Mai steht. Mehr Bürgerbeteiligung und die Betreuung Asylsuchender weitere Themen. Standards überprüfen.

Die Grünen in Straelen haben ihr Programm für die Kommunalwahl am 25. Mai erstellt. GO/Grüne starten mit den Themenschwerpunkten Umwelt, Stadtentwicklung, Migration und Finanzen in den Wahlkampf. Die wichtigsten Ziele sind soziale Gerechtigkeit, Einsatz der Ökonomie zum Nutzen aller und Nachhaltigkeit. Spitzenkandidat Stefan Kemmerling: "Wir entscheiden nicht aus dem hohlen Bauch, sondern machen uns kundig. Wir diskutieren unterschiedliche Sichtweisen aus, achten auf die Folgen und kümmern uns um eine gute Arbeitsatmosphäre."

Im Bereich Umwelt und Energie wollen GO/Grüne die besondere Situation von Straelen als Kommune in reizvoller Umgebung mit Naturschutz- und Naherholungsgebieten schützen und weiterentwickeln. Wie seit mehr als zehn Jahren setzen sie sich für die Verbindung der Naturschutzgebiete durch eine Grünbrücke über die A40 ein. Dies sei der letzte und wichtige Brückenschluss für das ökologische Band von Nimwegen bis Maastricht. Bei Energie streben GO/Grüne in Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern einen Selbstversorgungsgrad von 120 Prozent an. Auch für den Gartenbau, der Straelen prägt, könnten neue Möglichkeiten der Energieversorgung eingeführt werden. Kohleheizung sollte durch unter anderem emmissionsfreie Tiefengeothermie abgelöst werden.

Die Stadtentwicklung ist für den Parteivorsitzenden Hans-Hermann Terkatz ein übergreifendes Thema: "In der Planung zur Stadtentwicklung laufen alle einzelnen Themen zusammen, und wir rufen alle Bürger und Organisationen auf, sich einzubringen, damit Straelen seinen Kleinstadtcharakter und seinen Charme behält und gleichzeitig Spielräume für Kreativität und Innovation geschaffen werden können." Als besonders große und interessante Aufgabe sehen GO/Grüne in diesem Zusammenhang die Weiterentwicklung der Innenstadt und die Entwicklung des Geländes an der Großmarktstraße.

Mehr Demokratie, mehr Bürgerbeteiligung und mehr Transparenz gehören zum Zielkatalog. Je transparenter und frühzeitiger die Bürger informiert würden, je einfacher die Möglichkeit der Mitwirkung gestaltet werde, desto größer sei die Akzeptanz der Ergebnisse in der Bevölkerung.

Für Menschen, die nach Straelen kommen und Asyl und Hilfe suchen, haben sich GO/Grüne in den vergangenen Jahren stark gemacht. "Aus unserer Sicht sind Betreuung und Sprachkurse unabdingbar, um eine menschenwürdige Integration und Willkommenskultur zu erreichen", betont Kemmerling. Die Unterkünfte sollen dezentral mit nicht mehr als 15 bis 20 Personen je Standort organisiert werden.

Die Wirtschaftsförderung braucht aus Sicht von GO/Grüne eine grundlegende Neuorientierung, um weitere starke Unternehmen anzusiedeln und statt der einseitigen Fixierung auf niedrige Steuersätze auch andere Standortfaktoren zu entwickeln. Alle Haushaltsposten und Leistungsstandards müssten endlich grundlegend überprüft werden. Straelen muss finanziell handlungsfähig und schuldenfrei bleiben.

(RP)