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Schlittschuhlaufen auf Gelderns Markt: Großandrang zum Start von Heiß auf Eis

Schlittschuhlaufen auf Gelderns Markt : Großandrang zum Start von Heiß auf Eis

Junge Eishockey-Spieler der Grefrather EG und Olaf und Elsa aus „Die Eiskönigin“ eröffneten gestern die Schlittschuhbahn auf dem Marktplatz. Der Beginn der „Aktion Winterlicht“ musste verschoben werden.

Wer hätte das gedacht? Geldern ist das „Eislaufmekka“ am Niederrhein. Kaum wurde die Eisbahn am Freitag bei „Heiß auf Eis“ freigegeben, standen die Kinder Schlange, um ihre Runden drehen zu dürfen. Zunächst mussten sie aber den „Profis“ Platz machen. Der Nachwuchs der Grefrather EG zeigte, dass man auf der in diesem Jahr noch größeren Fläche sogar Eishockey spielen kann. Wäre das nicht das Problem mit der Bande. Rainer Niersmann, der mit seinem Team vom Tourismus- und Kulturbüro der Stadt die Veranstaltung organisiert, klärte das Publikum auf: „Wir haben keine Eismaschinen, sondern schieben den Schnee mit Besen nach draußen.“ Und da könnte auch so mancher Puck verschwinden.

Eigentlich sollte am Freitag der Eröffnung der „Aktion Winterlicht“ im Mittelpunkt bei „heiß auf Eis“ stehen. Doch daraus wurde nicht. Wie Herbert van Stephoudt, Pressesprecher der Stadt Geldern, erklärte, verzögert sich die Installation des Winterlichts „ein wenig“. Etwa 80 Prozent der Lampen seien installiert. „Die beauftragte Firma benötigt aber noch ein wenig Zeit, um die Arbeiten vollständig abzuschließen“, so van Stephoudt. Nach langen Debatten um die Beleuchtung der Stadt im Winter und in der Weihnachtszeit hatte man sich nach einer Probebeleuchtung im vergangenen Winter für das Konzept „Geldern erstrahlt“ entschieden. Nicht nur im Advent, sondern bis in den Mai soll das Licht in jedem Jahr Geldern heller und stimmungsvoller machen. Beleuchtet werden die Bäume auf Issumer Straße, Markt, Hart-, Bahnhof-, Gelderstraße, Glockengasse, Kapuzinerstraße, Heilig-Geist-Gasse und Hülser-Kloster-Straße. Der große Vorteil: Im Gegensatz zur klassischen Weihnachtsbeleuchtung entfällt dabei das alljährliche Anbringen, Abbauen und Einlagern der Lampen und Kabel. Denn die Leuchten bleiben fest an dem Bäumen. Nun wird es wohl in den nächsten Tagen den offiziellen Startschuss geben.

Rappelvoll war es schon früh auf dem schön dekorierten Festplatz zwischen Eislauffläche und Glühweinbude. Geldern trifft sich bei „Heiß auf Eis“. Viel Lob gab es für den neuen Aufbau mit zentralerer Bühne und größerem Imbiss-Angebot. Auch Ortsbürgermeister Johannes Leurs war sehr angetan von der Stimmung. Weniger positiv die Meinung der Gäste über das Zelt, das erstmals um die Eisfläche gebaut wird. Zwar ist „Heiß auf Eis“ jetzt regenfest, aber schon vom Festplatz kann man nicht mehr gut aufs Eis schauen. Wer nun auf den Festplatz zugeht, sieht nur ein Kirmeszelt. Da müsste noch nachgebessert werden – entweder mit einer kompletten Öffnung der Seitenwände oder zumindest auch außen herum Tannen, Lichtern und Weihnachtsdekoration.

Carmen Eichler, Stephan Hermsen (Eventura), Jochen Schmitz (Grefrather EG), Rainer Niersmann und Johannes Leurs mit der Eishockey-Jugend. Foto: Norbert Prümen (nop)

In den nächsten Wochen bis zum 15. Dezember kann man täglich auf Markt Schlittschuhlaufen. Wochentags ab 14 Uhr, samstags ab 11 und sonntags schon ab 10 Uhr geht es für drei Euro pro Person auf Eis. Kinder bis vier Jahre laufen kostenlos. Dann ist auch der Schlittschuhverleih besetzt. Zudem gibt es ein großes Rahmenprogramm mit viel Musik und wieder die Mannschaftswettbewerbe im Bierkasten-Curling und Eisstock-Schießen.