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Gospelchor "Gosp Art" singt in Straelen zum 20-jährigen Bestehen.

Gospelkonzert in Straelen : 20 Jahre Glücksgefühle und Inspiration mit „Gosp Art“

Ein bisschen feierlich war die Stimmung in der evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Kirche zu Beginn des Konzertes des Gospel-Chors „Gosp Art“. Das hatte damit zu tun, dass es galt, einen runden Geburtstag zu feiern, wie Chorsprecher Roland Reichert in seiner Begrüßung verkündete: „1999 suchte unser Chorleiter Andres C. Ruppel mit einer Kleinanzeige nach Interessenten.

Gedacht war das Ganze als fünfjähriges Projekt. Aber wie konnten aus fünf Jahren 20 werden. Ist das Liebe?“

Wahrscheinlich schon, denn seit 20 Jahren biete der Chor „Glücksgefühle, Seelenmassage und Inspiration“, so führte er weiter aus. Und davon war beim Jubiläumskonzert eine Menge zu spüren.

Dunkel gekleidet und mit leuchtenden Kerzen in der Hand, betraten die gut 30 Sänger zu den Klängen des „Jubilate“ die Bühne und stellten im Anschluss klar: „We stand together“. Es folgte ein gut zweistündiges Konzert, das einen gelungenen Überblick über die Möglichkeiten der Gospelmusik bot. Viele Stücke, die regelmäßige Besucher der Konzerte bereits kannten, wurden ergänzt durch ein neues Repertoire. So sang Martina Weyers eben jenes Solo aus „Sing praise and shout to the lord“, das sie bereits vor20 Jahren präsentiert hatte.

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Immer wieder wurde mit an die Wand projizierten Texten und der Aufforderung, aufzustehen und mitzuklatschen, das Publikum in das Geschehen einbezogen. Denn, so stellte Chorleiter Ruppel, der amüsant durch den Abend führte, klar: „Wir sind ja eine lebendige Kirche hier.“ Diesen Eindruck unterstützte auch die Band, die sich aus Ruppel am Piano, Nina Moll am Cello. Helmut Vester am Bass, Mike Gilessen am Schlagzeug und Alfons Mays an der Gitarre zusammensetzte. Die Band stellte sich mit dem Song „Cute“, bei dem es sich in diesem Jahr einmal nicht um ein Jazzstück handelte, vor. Zu den Tönen von „In the name of the father“ verabschiedete der Chor sich in die wohlverdiente Pause, die auf bekannte Weise mit liebevoll arrangiertem Fingefood und einem Gläschen Wein zelebriert wurde.

Auch in der zweiten Hälfte wechselten sich schwungvolle Gospels mit leiseren Tönen ab. In einem Herren-Solo mit großen Gesten präsentierten die Männer des Chores das Liebeslied „This night“. Ruppel gab in dem einzigen deutschen Lied des Abends, das er selbst komponiert hatte, einen Einblick in „Das, was ich liebe.“ Als weitere begeistert beklatschte Solisten fungierten an diesem Abend Sabine Leimkühler, Barbara Bundschuh und Gisela Schmitz.

Mit den Songs „Shine your light“ und der dringend verlangten Zugabe „Release it“ endete das abwechslungsreiche Konzert eines lebendigen Chores, der, das wurde durch die Präsentation klar, gar nicht daran denkt, aufzuhören.