Geldern: GEW kritisiert Stadt nach Adelheid-Hilferuf

Geldern: GEW kritisiert Stadt nach Adelheid-Hilferuf

Die Lehrergewerkschaft "Erziehung und Wissenschaft" (GEW) kritisiert die Stadt Geldern nach dem Hilferuf der Adelheid-Grundschule. Die Konrektorin hatte über mangelnde Unterstützung bei der Integration von Kindern geklagt, die kaum oder gar kein Deutsch sprechen, und an die Stadt appelliert, tätig zu werden.

Besonders die Aussagen vonseiten der Stadt, bestimmte Dinge seien aufgrund der bürokratischen Hürden nicht lösbar, stößt bei der GEW auf Kritik. "Wenn sich die Stadt mit dieser Aussage aus ihrer Verantwortung ziehen will, ist darauf zu verweisen, dass Kommune und Land gemeinsam für die Schulen verantwortlich sind", so Walter Seefluth von der GEW. Man könne Schritte hin zu einer Lösung tun.

Die GEW habe beim Kreis Kleve beantragt, ein Kommunales Integrationszentrum (KIZ) einzurichten. Zwei Vollzeitstellen für Lehrkräfte und 3,5 Stellen für kommunale Bedienstete bezuschusse das Land. Dann könnten geeignete Lehr- und Lernmaterialien entwickelt oder Handlungskonzepte wie die Bildung von Auffang- oder Vorbereitungsklassen koordiniert werden.

Gewährleistung von Bildungsteilhabe der Zuwandererkinder sei auch integraler Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe, so die GEW. "Hier ist das städtische Jugendamt für integrationspolitische Handlungskonzepte für Kinder und Jugendliche beispielsweise im Ganztag oder in Zusammenarbeit mit den Vereinen verantwortlich", sagt Seefluth.

Auch die Schulen selber können durch eine angepasste Klassengröße zur Problemlösung beitragen.

(RP)
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