Geldern: Die Anmeldezahlen sind da: Gesamtschule startet durch, Verluste bei Realschule

Geldern: Die Anmeldezahlen sind da: Gesamtschule startet durch, Verluste bei Realschule

Es gibt klare Tendenzen bei den Schul-Anmeldungen. Auch bei den Gymnasien gab es insgesamt weniger Andrang.

Die Gelderner Gesamtschule scheint einen furiosen Start hinzulegen. Zwar sind alle Zahlen, die bis Freitagnachmittag gegen Ende der dreitägigen Anmeldephase zusammenkamen, noch vorläufig; Nachzügler und Verschiebungen sind überall zu erwarten. Nichtsdestotrotz - eine Richtung zeichnet sich für alle Schulen ab.

Die noch zu gründende Gesamtschule kam auf "weit über 100 Anmeldungen", wie es hieß. Eine genauere Zahl wollten weder die Leiterin des Anmeldeteams, Tanja Rathmer-Naundorf, noch die Stadt Geldern preisgeben. Nur so viel: Auch die Hürde von 100 Kindern aus dem Bereich der Stadt Geldern wurde problemlos genommen. Dass mindestens diese Zahl von Kindern aus dem Stadtgebiet zusammenkommt, also nicht durch einpendelnde Schüler aus anderen Gemeinden, gehört zu den Voraussetzungen, um die Schule gründen zu dürfen.

Bei den beiden Gymnasien Lise-Meitner und Friedrich-Spee hat sich eine unerwartete Verschiebung gezeigt. Beim Friedrich-Spee-Gymnasium kam man Freitagnachmittag auf 50 bis 60 Anmeldungen. Damit sei die Zahl im Vergleich zu den vergangenen Jahren "deutlich gesunken", so die stellvertretende Schulleiterin Maria Dartmann: In den Vorjahren hatte man immer bei etwa 100 Schülern gelegen.

  • Geldern : Viel Andrang beim Infotag der Realschule An der Fleuth

Am Lise-Meitner-Gymnasium hingegen kam man bis zum frühen Nachmittag auf 108 Anmeldungen. "Wir haben deutlich gewonnen, es waren in den vergangenen Jahren weniger", so Schulleiter Achim Diehr. Sonst sei man eher auf gut 80 Schüler gekommen.

Insgesamt haben sich an den Gymnasien, beide zusammengenommen, eindeutig weniger Kinder angemeldet als in vergangenen Jahren.

Die Realschule An der Fleuth zählte am frühen Nachmittag 51 Anmeldungen. Damit kann die Realschule zwei fünfte Klassen bilden. Der Einbruch der Zahlen ist an der Realschule besonders heftig: 2017 war der Jahrgang noch 139 Fünftklässler stark, im Jahr 2016 waren es 116 Kinder.

(szf)