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Kommunales: Gemeinde Issum wird mit Sirenen ausgerüstet

Kommunales : Gemeinde Issum wird mit Sirenen ausgerüstet

Für die ältere Generation war der Probealarm der Sirenen an Samstagen normal. Dann wurde es in Issum ruhig. Die Sirenen wurden abgebaut.

Im Haupt- und Finanzausschuss in Issum waren sie jetzt wieder ein Thema. Die Gemeinde hat sich für den Ausbau des kommunalen Warnsystems entschieden. Grund dafür ist Paragraf 3 Absatz 1 des Gesetzes über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG). Demnach sind die Gemeinden mit dem Kreis für die Warnung der Bevölkerung verantwortlich. „Wie auch in vielen Nachbarkommunen bereits umgesetzt, ist es sowohl aus Sicht der Feuerwehr als auch aus Sicht der Verwaltung sinnvoll, in der Gemeinde Issum die Bevölkerung im Bedarfsfall über Sirenen zu alarmieren, heißt es von Seiten der Issumer Verwaltung.

Dafür gab es Geld von der Bezirksregierung, 2014 und 2017 je rund 10.500 Euro. Angeschafft wurden zunächst zwei mobile Sirenen, die kosteten 13.500 Euro. Aus Mitteleinsparungen der Feuerwehr standen 14.500 Euro für die Anschaffung von zwei stationären Sirenen zur Verfügung. In 2019 soll eine Sirene auf der St.-Nikolaus-Schule und eine auf dem Altenheim in Sevelen installiert werden.

Das soll der Auftakt sein, heißt es von Seiten der Verwaltung. Zum Einsatz kämen die Sirenen zum Beispiel bei größeren Bränden mit Schadstoffwolken, um die Bevölkerung zu warnen. Um alle dicht besiedelten Ortsteile zu erreichen, wären acht Sirenen erforderlich. Mögliche weitere Standorte wären in Issum die Brüder-Grimm-Schule, der Bauhof und der Sportplatz, in Sevelen am Freibad und in Oermten am Mehrgenerationen-Platz. Die Standorte wurden anhand von Schallanalysen ermittelt. Auf die Frage von Gerd Stenmans von der CDU, ob man denn die Ortschaft Vorst vergessen habe, erklärte Rolf Oymann von der Gemeinde Issum, dass dort zunächst die mobile Sirene zum Einsatz käme. Davon, dass es jeden Samstag wieder Probealarme geben könnte, war nicht die Rede. Landesweit gab es in diesem Jahr am 6. September erstmals einen Warntag, bei dem örtliche Warnsysteme getestet wurden. Immer am ersten Samstag im Monat gibt es im Kreis Kleve einen Sirenen-Probealarm.