Issum: Gelungene Premiere für Sevelens Frühlingsmarkt

Issum: Gelungene Premiere für Sevelens Frühlingsmarkt

Karen Skodowski zieht sich die Wollmütze ein bisschen fester um die Ohren. Es könnte ein bisschen wärmer sein beim ersten Sevelener Frühlingsmarkt. Auch für die Bottroperin ist es eine Premiere. Sie ist das erste Mal mit ihrer Betonkunst dabei. Wolfgang und Karola Ingenpaß hingegen haben schon beim Lichterzauber im Dorf mitgemacht. Sie haben österliche Dekorationen im Gepäck und bieten sie auf dem Frühlingsmarkt an.

Organisiert haben den Eva Wengeler von Evas Modebox und Birgit Quinders vom Vibro-Style-Sport- und Gesundheitstraining. Und natürlich ist auch Sylvia Kral vom Schuhtreff aus der Nachbarschaft mit dabei. Auch die DLRG Jugend macht mit, es gibt einen Back- und einen Schmuckstand, eine Cafeteria, und André Wälscher vom Fotostudio macht Bilder von Kindern, die sich auch schminken lassen können. Ein Korbflechter rundet das Angebot ab.

"Ich mache das für die Dorfgemeinschaft, es ist einfach schön, wenn die Dorfbewohner zusammenkommen", sagt Birgit Quinders, warum sie den Frühlingsmarkt mitorganisiert hat. "Und nur so sind wir stark, wenn wir uns zusammentun", ergänzt Sylvia Kral vom Schuhtreff. Der Lichterzauber vor der Adventszeit ist mittlerweile etabliert, mit dem Frühlingsmarkt möchten die Gewerbetreibenden eine weitere Veranstaltung anbieten.

Eva Wengeler findet es wichtig, auch zwischendurch kleinere und größere Veranstaltungen auf der Agenda zu haben und so das Dorfleben spannend zu halten. "Wir haben das zusammengestellt, damit Familien vorbeikommen, gucken und auch kaufen", sagt sie lachend.

Der anstehenden Dorfentwicklung mit den baulichen Veränderungen rund um den Kirchplatz und der Dorfstraße sieht sie positiv entgegen. Einbußen befürchtet sie kaum durch die Bauphase unmittelbar vor der Tür ihres Geschäfts. "Die meisten kommen ohnehin gezielt zu uns, und wenn der Kirchplatz dann noch schöner wird, kommen auch noch mehr Leute", sagt die Geschäftsfrau, die seit vier Jahren ihren Laden hat. Sie mag die intensive Beratung, die so ein Geschäft im Dorf mit sich bringt. "Das ist hier alles ein bisschen persönlicher." Sie findet es gut, wenn der Dorfkern in Zukunft besser sichtbar ist und alles ebenerdig sein wird.

Birgit Quinders befürwortet den verkehrsberuhigten Bereich, der es vor allem Kindern und Jugendlichen einfacher machen wird, sicher die Straße zu überqueren. "Ich freu' mich drauf", sagt sie zur Dorferneuerung.

Besucherin Birgit Hertel hat schon auf dem Frühlingsmarkt eingekauft. "Mich hat das interessiert, weil es im Dorf ist", sagt sie, warum sie sich auf den Weg gemacht hat. Und sie ist bekennende "Heimatshopperin". "Warum sollte ich woanders kaufen?" Auf die Dorfkernerneuerung ist sie gespannt. "Wichtig ist für alle, dass genügend Parkplätze vorhanden sind", sagt sie.

(RP)