Geldern: Geldernsein-Festival - Nummer sechs

Geldern : Geldernsein-Festival - Nummer sechs

Rocken, tanzen, chillen - das ist der Dreiklang bei der diesjährigen Auflage des großen Musikereignisses am Holländer See. 13 Bands sind gebucht und decken eine Palette von Metal bis Pop ab. Überraschungen am Sonntag.

In Sparbesetzung gab die Band "Alex's kept secret" gestern eine Kostprobe ihres Könnens. Sängerin Alex Funken und Background-Sängerin Isabel Schrodka wurden im Garten der Musikschule "Plug & Play" unterstützt von den Gastmusikern Marcel Grothues an der Gitarre und Jan Gerighausen am Bass. Am 1. September freilich will die Formation aus Krefeld in voller Stärke auflaufen - als Septett. Auf der Bühne am Holländer See. Als eine von 13 Bands bei der sechsten Auflage des Geldernsein-Festivals.

"Als die Idee 2012 geboren wurde, haben wir an ein sechstes Festival nicht gedacht", bekannte Roger Bruns vom Geldernsein-Team, der gemeinsam mit Marcel Grothues das Programm der diesjährigen Veranstaltung vorstellte. Dankbar lobte er das Engagement des Hauptsponsors, der Sparkasse Krefeld. Und er kündigte "wieder viele hochkarätige" Gruppen an, zum Teil Newcomer beim Festival, aber auch "Wiederholungstäter". Am Freitag rocken, am Samstag tanzen und am Sonntag chillen - so soll das Festival ablaufen.

Der Freitag Als erste Band entert die Formation "Chapter" aus Duisburg um 18 Uhr die Bühne. Sie gewann mit weitem Abstand den Band-Contest. Die fünf Musiker vermischen Gitarrenriffs aus den 80ern mit Elementen aus Funk und Classic-Rock. Um 19 Uhr beginnt das Konzert von "Stone Pine". Die fünfköpfige Blues-/Hard-Rock-Band, 2016 gegründet, reist aus Arnheim an. Ihre Songs verraten Einflüsse unter anderem von Janis Joplin, den Blues Pills und Led Zeppelin. Die Marius-Tilly-Band war bereits vor zwei Jahren beim Geldernsein-Festival, nachdem der Bochumer Chef der Truppe als Gast bei der Premiere 2013 äußerst angetan war. Laut Bruns bringt es die Formation auf 60 Shows im Jahr. In Geldern wird sie ab 20.15 Uhr ihren Crossover aus Blues, Punk, Soul und Psychedelic-Rock abliefern. Bei der Geldernsein-Premiere 2013 war "Pinski" mit von der Partie. Mittlerweile ist sie laut Bruns vom Singer-Songwriting auf die rockigere Schiene gewechselt. Der Auftritt der Kölner Band beginnt laut Planung um 21.30 Uhr. Aus Le Mans kommt zum Abschluss des Freitags die Band "Shuffle". Den Fünferpack verorten die Veranstalter "irgendwo zwischen alternativem und progressivem Rock" mit Einflüssen aus Metal und Hip Hop sowie einem Hauch West Coast (ab 23 Uhr).

Der Samstag Mit der 2017 gegründeten Band "Afterglow" geht es um 13 Uhr los. Die Krefelder Indie-Formation, beim Band-Contest ausgewählt, bewegt sich im Bereich Alternative-Pop und Funk und greift auch gerne auf Coversongs zurück, die zum Anlass passen. Ebenfalls den Sprung vom Band Contest zum Festival geschafft haben "Animi Vox" aus Minden. Indie-Rock ist ihre Richtung. Der Auftritt beginnt um 14 Uhr. Ein Beinbruch verhinderte im vorigen Jahr den Auftritt von Beranger. Jetzt steht der französische Pianist und Sänger gemeinsam mit seinem australischen Schlagzeuger erneut im Line Up. "Beranger spielt klassisch, aber singt wie Grunge", beschreibt Grothues die Melange. Um 15.15 Uhr geht's für das Duo los. Es folgt um 16.30 Uhr die Band "February Moon" aus Nimwegen. Die alternative Popmusik des Quintetts wird inspiriert von unter anderem Daughter und The XX. Um 18 Uhr ist es Zeit für "Alex's kept secret". Die seit 2014 bestehende Krefelder Band ist mittlerweile auf sieben Mitglieder angewachsen. Sängerin Alex Funken bezeichnet den Stil als Vintage Soul. Mit dem Etikett Indie-Pop-Disco ist die Musik von "Roast Apple" versehen. Die vier Jungs, alle Anfang 20, kommen aus Hamburg. Sie haben unter anderem schon beim Rockpalast gespielt. Am Geldernsein-Samstag stehen sie ab 19.30 Uhr auf der Bühne. "Eis" wird der Name der Band IZE gesprochen. 2014 trafen sich die fünf Mannheimer, um R'n'B à la Bruno Mars an den Start zu bringen. Neben den klassischen Themen dieses Genres machte die Gruppe schnell klar, dass auch Platz für Humor sein muss. Ihr Auftritt beginnt um 21 Uhr. "Party pur" verspricht Bruns für die letzte Band des Abends: "Malaka Hostel". Grothues weiß, dass sich die sechsköpfige Combo an "allen kompatiblen Stilen" bedient. Da stehen Balkan-Beats neben Ska, da folgt Swing auf Rock'n'Roll. Alles ab 22.30 Uhr am Holländer See zu erleben.

Der Sonntag Entspannung in der "Chillout-Zone" versprechen die Organisatoren zum Festival-Abschluss. Von 13 bis 17 Uhr soll es am Holländer See ein akustisches Überraschungsprogramm geben. "Wir arbeiten noch daran", erklärten Bruns und Grothues. Auf jeden Fall soll der Sonntagnachmittag wieder etwas für die ganze Familie werden. Mit Unplugged-Klängen mehrerer Bands. Und vielleicht hat er den gleichen Effekt wie im vergangenen Jahr. "Da haben wir Berührungsängste abgebaut", so Bruns. Und die Musikfreunde dazu gebracht, sich auch für die anderen Festivaltage zu erwärmen.

(RP)
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