Geldernsein-Festival 2018 fällt aus, Rock over Kiebitzsee kann stattfinden, trotz Waldbrandgefahr

Geldernsein-Festival : Konzert: Emmerich bewertet Brandrisiko anders als Geldern

Das Geldernsein-Festival wurde wegen Waldbrandgefahr abgesagt, Rock over Kiebitzsee in Emmerich-Elten kann aber stattfinden.

„Geldernsein-Festival“ – „Rock over Kiebitzsee“, die beiden Rockkonzerte im Süden und Norden des Kreises Kleve könnten eigentlich Geschwister sein. Beide finden an einem See statt, bei beiden spielen Bands der gleichen Kategorie, bei beiden kommen regelmäßig einige hundert Zuschauer. Auch wer sich die landschaftlich schön gelegenen Gelände der beiden Festivalareale auf Google-Maps per Satellit ansieht, hat fast den Eindruck, Zwillinge vor Augen zu haben. Zwillinge freilich, die eine Tatsache trennt: „Rock over Kiebitzsee“ findet am kommenden Wochenende statt, das Geldernsein-Festival ist dagegen abgesagt. Es sollte vom 31. August bis 1. September stattfinden. Grund: Waldbrandgefahr. Das Risiko sei zu hoch, hieß es von Seiten der Veranstalter. Zudem gebe es vom Regionalforstamt die Anweisung, dass im Wald nur die Wege betreten werden dürfen.

Auch „Rock over Kiebitzsee“ findet im Schatten von Bäumen statt. Und auch in Emmerich ist die Brandgefahr ein Thema, Grillen und offenes Feuer sind verboten. Dass Besucher Zigaretten achtlos wegwerfen, sei nicht hundertprozentig zu vermeiden. Grund für eine Absage sei das nicht. „Unser Ordnungsamt ist der Ansicht, dass das Festival stattfinden kann. Wir sehen da keine Probleme, zumal es ja in den vergangenen Tagen auch geregnet hat“, sagt Emmerichs Stadtsprecher Tim Terhorst. Zudem gebe es in Elten keinen Wald im eigentlichen Sinne. Zwar würden auch dort Bäume stehen, aber es würden keine Wege hindurchführen.

Auch beim Regionalforstamt ist man der Ansicht, dass die beiden Gelände nicht zu vergleichen seien. Von Emmerich habe sich auch niemand an die Behörde gewandt. Anders sei das von Seiten der Stadt Geldern gewesen. Das Ordnungsamt habe nachgefragt und daraufhin habe man auf die ordnungsbehördliche Verfügung und das Waldbetretungsverbot hingewiesen. Von sich aus wäre das Forstamt aber nicht aktiv geworden.

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