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Gelderns Außenbezirke werden ans Glasfasernetz angeschlossen

Öffentlich geförderter Breitbandausbau : Schnelleres Internet erreicht Gelderns Außenbezirke

Im Rahmen eines Bundesförderprogramms werden nun auch die „weißen Flecken“ an das Glasfasernetz angeschlossen. In Geldern betrifft dies etwa 900 Wohneinheiten.

Der öffentlich geförderte Breitbandausbau hat nun auch Geldern erreicht. In den vergangenen Tagen hat die Deutsche Glasfaser mit ersten Arbeiten in den Außenbezirken begonnen. Los geht es in der Ortschaft Poelyck an der Straße Am Römerlager, Heiderper Straße, Vernumer und Heckenstraße sowie am Schloots- und Sittermansweg.

In 15 Kommunen des Kreises Kleve werden in nächster Zeit auch die privatwirtschaftlich nicht erschließbaren Orte (weiße Flecken genannt) im Rahmen des Bundesförderprogramms zur Verbesserung der Breitbandversorgung nach und nach an das Glasfasernetz angeschlossen. Insgesamt 60 Millionen Euro werden von Bund, Ländern und Kommunen in den Glasfasernetzausbau investiert. 32 Millionen Euro trägt der Bund, 25,6 das Land NRW und knapp 6,4 Millionen Euro tragen die Kommunen.

Im Kreis Kleve werden knapp 13.000 Haushalte und Unternehmen mit 1600 Kilometern Glasfaser versorgt. Hinzu kommen 97 Schulen und andere Bildungseinrichtungen, die eine Bandbreite von mindestens 100 Mbit/s erhalten werden. In Geldern sind es knapp 900 Wohneinheiten, die von der Förderung profitieren – bei einer Gesamttrassenlänge von etwa 160 Kilometern.

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Antragsberechtigt waren nur die Haushalte im Ausbaugebiet, die über weniger als 30 Mbit/s verfügen und auch in den nächsten drei Jahren nicht die genannte Internetgeschwindigkeit erreichen werden. Wer antragsberechtigt war, musste einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser abschließen, wobei der Hausanschluss kostenfrei eingerichtet wird.

Den Zuschlag für den Ausbau der unterversorgten Bereiche im Kreis Kleve hat die Deutsche Glasfaser erhalten. Nach aktuellem Stand rechnet sie damit, dass die ersten Anschlüsse im Frühsommer 2021 aktiviert werden können. Der gesamte Ausbau in allen 15 Kommunen des Kreises soll 2023 abgeschlossen sein. „Das Unternehmen ,Soli Infratechnik’, das die Arbeiten im Auftrag der Deutschen Glasfaser ausführt, wird in nächster Zeit vor allem in Hartefeld, Vernum und Pont Bohrungen vornehmen und weitere Leitungen verlegen“, sagt Dave Statetzny vom Tiefbauamt der Stadt Geldern.

Dort, wo die Arbeiten bereits begonnen haben, vereinbart das Unternehmen erste Termine, um bei einer Hausbegehung zu prüfen, wo der Übergabepunkt installiert werden kann. Wie die Stadt Geldern mitteilt, sollen sich Hausbewohner bitte nicht wundern, wenn eine Nummer mit „0511er“-Vorwahl anruft und einen Hausbegehungstermin vereinbaren möchte. „Das Unternehmen ,Soli Infratechnik` hat seinen Sitz in Isernhagen in Niedersachsen, von wo aus die Termine vereinbart werden“, erklärt Janine Segref von der Wirtschaftsförderung.