Gelderner Seniorenbeirat gibt Hilfe im Alter Wenn der Alltag zu Hause beschwerlich wird

Geldern · Wie und woher man Hilfe und Unterstützung bekommt, stellte Angelika Jacobs im Gelderner Seniorenbeirat vor. Dabei warb sie ausdrücklich dafür, Zeit in eine Beratung zu investieren.

Die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Marlies van Treeck (r.), bedankte sich bei Angelika Jacobs (2.v.r.) für den Vortrag.

Die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Marlies van Treeck (r.), bedankte sich bei Angelika Jacobs (2.v.r.) für den Vortrag.

Foto: hvs

Dass Gelderns Seniorenbeirat auch unter der neuen Vorsitzenden Marlies van Treeck und deren Stellvertreter Willi Theis allen Interessierten zur Bewältigung des Alltags im Alter zur Seite steht, zeigte die Sitzung des Gremiums im Gelderner Bürgerforum. Im Mittelpunkt stand der für ältere Menschen bedeutende Themenschwerpunkt der Bewältigung des Alltags möglichst im vertrauten Zuhause.

„Jeder möchte gern gesund und fit sein im Alter. Aber oft kommt es anders. Darum ist es wichtig zu wissen, woher und vor allem wie ich die notwendige Hilfe und Unterstützung im Bedarfsfall bekomme“, sagte Marlies van Treeck. In einem informativen Vortrag unter dem Titel „Wenn der Alltag zu Hause beschwerlich wird“ hatte Beiratsmitglied Angelika Jacobs Infos zu möglichen Hilfen übersichtlich aufbereitet. Von sogenannten niederschwelligen Hilfestellungen wie Haushaltshilfen, Hilfen beim Einkaufen, Begleitungen zu Arztbesuchen oder auch Angeboten zur Alltagsbegleitung bis hin zu Leistungen professioneller Pflegedienste reichte das Spektrum ihrer Ausführungen.

Dabei warb Angelika Jacobs ausdrücklich dafür, Zeit in eine Beratung zu investieren: „Jeder gesetzlich Versicherte hat das Recht auf eine Beratung und jede Pflegekasse hat speziell ausgebildete Pflegeberater. Diese Beratungen erfolgen als Hausbesuch“, bekräftigte Angelika Jacobs, die auch über die Inanspruchnahme medizinischer Hilfen informierte und vor allem das Verfahren anschaulich zu erklären wusste, wie und wo solche Hilfen zu bekommen sind. Das galt auch für den Weg zum richtigen Pflegegrad oder auch für den Ablauf einer Begutachtung.

Nachfragen zu den Möglichkeiten eines Hausnotrufsystems oder auch die Voraussetzungen, Zuschüsse zu Anpassungen des Wohnraums zu erhalten, zum Beispiel für die Installation eines Treppenlifts oder für den Bau notwendiger Rampen, wurden ebenfalls direkt in der Sitzung beantwortet. Sogar ein umfängliches Manuskript, das die Hilfen anschaulich gliedert und zudem eine Berechnungstabelle zur Bestimmung des Pflegegrads enthält, stellte der Seniorenbeirat zur Verfügung.

„Wenn ein Pflegegrad beantragt werden muss, ist es wichtig, sich fachliche Begleitung zu sichern“, warb Marlies van Treeck abschließend und bedankte sich für die umfänglichen Ausführungen bei Angelika Jacobs. Diesem Dank schloss sich auch der Beigeordnete der Stadt Geldern, Markus Grönheim, an und nutzte die Gelegenheit, aus den aktuellen Beratungen der Ausschüsse des Gelderner Stadtrates zu berichten.

Thema der nächsten Sitzung des Seniorenbeirates ist am Mittwoch, 29. Mai, ab 10 Uhr im Gelderner Bürgerforum die Mobilität in Geldern. Hierzu wird unter anderem Heinz-Theo Angenvoort von der Stadt Geldern referieren. Für Rückfragen und Infos stehen Mitglieder des Seniorenbeirates in ihren Sprechstunden an jedem ersten und dritten Mittwoch des Monats, jeweils von 10 bis 11 Uhr, im Raum 129 der Stadtverwaltung zur Verfügung.

(RP)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort