Krankenhäuser in Gefahr Gelderner Clemens-Hospital protestiert für saubere Finanzierung

Geldern · Auch das Gelderner Krankenhaus beteiligt sich mit einer großen Delegation an der Kundgebung in Düsseldorf, um sich für eine angemessene Vergütung aller Leistungen stark zu machen.

 ctt-Geschäftsführer Christoph Weß ist bestürzt darüber, dass die Bundesregierung tatenlos dabei zusieht, wie die Krankenhäuser in Schieflage geraten.

ctt-Geschäftsführer Christoph Weß ist bestürzt darüber, dass die Bundesregierung tatenlos dabei zusieht, wie die Krankenhäuser in Schieflage geraten.

Foto: Evers, Gottfried (eve)

„Alarmstufe rot – Krankenhäuser in Not“ – unter diesem Motto weisen Krankenhäuser aus dem gesamten Bundesgebiet seit Monaten auf ihre teils prekäre Lage hin. Sie fordern von der Bundesregierung, dass sie ihren gesetzlichen Auftrag erfüllt und den Kliniken eine angemessene Vergütung aller Leistungen ermöglicht. Nur so lassen sich die hohen Inflationskosten und die für das Jahr 2024 beschlossene Tariferhöhung dauerhaft finanzieren.

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, findet am Mittwoch, 20. September, ein bundesweiter Aktionstag statt. Allein in Nordrhein-Westfalen werden rund 10.000 Beschäftigte zu einer Kundgebung vor dem Düsseldorfer Landtag erwartet, unter ihnen auch eine 50-köpfige Delegation aus dem St.-Clemens-Hospital in Geldern. „Die beste Medizin: saubere Finanzierung“ lautet die Botschaft an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach.

„Alle Klinik-Geschäftsleitungen wollen ihren Beschäftigten die verdiente Tariferhöhung zahlen. Denn damit werden die Wertigkeit der Arbeit und ebenso die Attraktivität der Krankenhäuser als Arbeitgeber unterstrichen. Aber weil das Geld dazu fehlt, sind die Krankenhäuser und damit viele, viele Arbeitsplätze in Gefahr“, beschreibt Ingo Morell, Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) die Situation.

Das kann ctt-Geschäftsführer Christoph Weß, zuständig für das St.-Clemens-Hospital in Geldern, nur unterstreichen. „Die Krankenhäuser in NRW stehen vor extremen Herausforderungen, weil sie durch die enorm gestiegenen Kosten zunehmend in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Ich bin bestürzt, dass die Bundesregierung dabei tatenlos zuschaut. Wir übernehmen gerne Verantwortung für die wohnortnahe, sichere medizinische Versorgung der Bevölkerung in unserer Region. Doch dafür müssen uns auch die notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt werden.“

(RP)
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