1. NRW
  2. Städte
  3. Geldern

Gelderner Hauptausschuss bleibt bei Zweizügigkeit für Realschule

FDP hält Entscheidung für falsch : Realschule: Hauptausschuss erteilt Eltern eine Absage

Bei nur einer Gegenstimme (FDP) wurde am Mittwoch erneut beschlossen, die Realschule An der Fleuth im kommenden Schuljahr nur zweizügig starten zu lassen. Die SPD sprach von einem „fatalen Signal“, das im vergangenen Jahr gesendet worden sei.

Die Bürgeranträge, die Briefe der Kinder an den Bürgermeister und die Protestaktion von Montag blieben letztlich erfolglos. Wenn einige Eltern bis zuletzt gehofft hatten, dass sich die Politik vielleicht doch noch umstimmen ließe, so herrscht seit Mittwochabend nun Gewissheit. Auch der Gelderner Hauptausschuss, der anstelle des Rates tagte, folgte der Beschlussvorlage der Verwaltung und sprach sich in der Mehrheit gegen eine Dreizügigkeit der Realschule An der Fleuth für das Schuljahr 2021/2022 aus.

Wie schon im Schulausschuss am 24. März war es auch diesmal lediglich die FDP, die Einspruch erhob. „Wir halten die Entscheidung nach wie vor für falsch“, sagte der Fraktionsvorsitzende Alexander Alberts. Er sei gegen eine Begrenzung der Schülerzahlen an der Realschule zugunsten der Gesamtschule. „Der Bedarf ist da. Die Wünsche der Eltern und Kinder sollten im Vordergrund stehen“, bekräftigte Alberts. Doch mit dieser Position standen die Liberalen alleine da.

Wieland Fischer von den Grünen vertrat die Auffassung, dass man die Gesamtschule in ihrer andauernden Konsolidierungsphase weiterhin stärken müsse. „Wir sind in der Verpflichtung“, stellte der Fraktionsvorsitzende klar. Auch Andreas van Bebber, Fraktionsvorsitzender der SPD sagte, es sei immer bedauerlich, wenn die Wunschwahl der Eltern und Kinder nicht in Erfüllung ginge. Doch es gelte, Planungssicherheit für Tausende von Schülern zu schaffen.

  • Auf die Realschule im Hintergrund möchte
    Realschule in Geldern : Eltern und Schüler protestieren gegen Auswahlverfahren
  • Enttäuschte Schüler werfen ihre traurigen Emojis
    Protest an der Realschule Geldern : „Freie Schulwahl ist nicht möglich“
  • Die meisten Klassenzimmer in NRW stehen
    Keine Blauen Briefe : Landtag in NRW billigt Gesetz zu Corona-Schuljahr

Im vergangenen Jahr habe man ein „falsches, ein fatales Signal“ gesetzt, als der Rat auf Drängen des Bürgermeisters in einer Sondersitzung mit 21:19 Stimmen (bei einer Enthaltung) entschieden habe, am Lise-Meitner-Gymnasium eine zusätzliche Klasse zu bilden, um allen Aufnahmewünschen gerecht zu werden. Für diese Vorgehensweise war der Bürgermeister seinerzeit stark kritisiert worden.