Geldern: Verkehrschaos vor der Pfingstkirmes sorgt für Ärger

Vor Pfingstkirmes : Gesperrte Straßen sorgen für Chaos in Geldern

Vor allem der Weg zum Krankenhaus ist erschwert. Das Parkverbot auf der Schlossstraße wird bisher nicht eingehalten.

Die Gelderner Autofahrer sind derzeit gebeutelt: Auf dem Nordwall, Ostwall und der Durchfahrt zur B 58 gibt es momentan kein Durchkommen. Der Aufbau der Pfingstkirmes hat am Mittwoch begonnen, seitdem sind die Straßen gesperrt. Zudem halten zwei Dauerbaustellen den Verkehr auf: Die Bahnhofstraße und die Fürstenberger Straße werden saniert und sind seit mehreren Monaten nicht befahrbar. Zudem ist die Durchfahrt vom Holländer See auf die Straße „Am Nierspark“ gesperrt. Dort wird am letzten Teilstück der Fahrbahn gearbeitet.

Bei Facebook schreiben die Gelderner schon vom „kompletten Verkehrschaos“. Das betrifft vor allem die Ein- und Ausfahrten in die Gelderner Innenstadt. „Von Veert nach Pennymarkt und wieder zurück 90 Minuten“, berichtet eine Leserin. Also für knappe sieben Kilometer.

Eine weitere Leserin beklagt vor allem den Weg zum Krankenhaus. Die Zufahrt ist durch die Sperrung der Königsberger Straße ohnehin erschwert, nun ist auch die Fahrt über den Nordwall unmöglich. Wer zum St.-Clemens-Hospital muss, sollte darum in diesen Tagen einen möglichst großen Bogen um die Innenstadt machen.

Autofahrer aus östlicher Richtung sollten über die Vernumer Straße und den Boeckelter Weg vorbei am Seehotel zum Krankenhaus gelangen. An der Kreuzung zur Clemensstraße könnte zudem die Einfahrt zu Verwirrung führen. An der eigentlichen Straße wird nämlich gebaut, die Einfahrt wurde darum um einige Meter verlegt.

Von Veert aus kommend sollten Autofahrer frühzeitig vor dem Nordwall in die Straße „An der Bleiche“ abbiegen, um über die Schlossstraße und die Breslauer Straße zum Hospital zu kommen.

Die Stadt Geldern weist zudem auf das aktuell geltende Parkverbot auf der Schlossstraße hin. Es soll dafür sorgen, dass Rettungswagen jederzeit problemlos zum Krankenhaus durchkommen. „Obwohl durch Verkehrszeichen auf der Schlossstraße deutlich darauf hingewiesen wird, dass der Rettungsweg freizuhalten ist, wird dort weiterhin geparkt“, heißt es in einer Stellungnahme. Dies habe schon zu Verkehrsbehinderungen und Rückstaus geführt. „Wir möchten nicht gleich zum letzten Mittel, dem Abschleppen, greifen. Aber letztlich hat die Sicherheit Vorrang“, so die deutliche Aussage aus dem Rathaus.

Noch bis zum kommenden Donnerstag wird die Geduld der Autofahrer auf die Probe gestellt. Dann sollen zumindest der Nordwall, der Ostwall und die B-58-Durchfahrt nach dem Abbau der Kirmes gegen 12 Uhr wieder frei sein, wie die Stadt mitteilte. Die Baustelle an der Bahnhofstraße soll etwa zwei weitere Monate bestehen. An der Königsberger Straße wird noch bis Ende des Jahres gebaut.

Durch die Sperrungen für die Kirmes hat sich die Situation nun zugespitzt. „Selbstverständlich ist es anspruchsvoll und mitunter für Verkehrsteilnehmer ärgerlich, eine der Hauptverkehrsachsen unserer Stadt, die B 58, für eine Woche zu sperren“, sagt Herbert van Stephoudt, Sprecher der Stadt Geldern. „Andererseits feiert Geldern gern die Kirmes in der Innenstadt, was ganz sicher auch das besondere Flair dieser Kirmes gegenüber einer Platzkirmes ausmacht.“

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