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Geldern setzt im Kampf gegen Schlaglöcher auf moderne Technik

Kampf den Schlaglöchern : Gelderns neue Fräse macht Wege glatt

Die Stadt hat rund 60.000 Euro investiert, um Buckelpisten den Garaus machen zu können. Von der neuen Fräse profitieren auch Kommunen in der Nachbarschaft.

Beim Beseitigen von Schlaglöchern auf unbefestigten Feldwegen setzt die Stadt Geldern weiterhin auf moderne Technik. Eine neue Wegefräse, die auf dem Gelderner Bauhof stationiert ist, überarbeitet die Wirtschaftswege komplett. Sie nimmt das Material des Weges auf, durchmischt es und schafft eine neue, glatte Oberfläche. Danach wird mit bereits eingebauten Rüttelplatten verdichtet.

In einer Arbeitsbreite von zwei Metern arbeitet sich die an einen Schlepper angehängte Maschine mit rund zwei Stundenkilometern vor. Dabei ist die Maschine auch in der Lage, den Weg so zu modellieren, dass das Wasser nach außen in die Bankette ablaufen kann. Erreicht wird dieser Effekt, weil der Boden von außen in Richtung Wegemitte bearbeitet wird, so dass ein leichtes Gefälle zum Wegrand entsteht.

Frank Hackstein, Leiter des Gelderner Tiefbauamtes: „Während man früher Schlaglöcher auffüllte und das Material verdichtete, wird nun die Struktur der Unebenheit zerstört und das ganze Material neu eingebaut. Das Arbeitsergebnis ist wesentlich besser. Um den Weg noch weiter zu befestigen, setzen wir zusätzlich eine Walze ein.“

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Das Verfahren schont zudem Ressourcen. Während man früher ständig weiteres Material auftrug, wird nun das vorhandene neu durchmischt. Mit dieser Technik ist Michael Torhalla vom Gelderner Bauhof bei seinen Reparaturen zügig unterwegs. Die flotte Bearbeitung ist allerdings auch erforderlich. Allein Geldern verfügt über rund 100 Kilometer wassergebundene Wirtschaftswege. Für das Gerät und damit in die Beseitigung von Buckelpisten investierte die Stadt Geldern rund 60.000 Euro.

Eine Investition, die auch in Nachbarkommunen geschätzt wird. Theo Brünken vom Gelderner Bauhof weist auf die Zusammenarbeit hin: „Wir haben mittlerweile Vereinbarungen mit den Gemeinden Issum, Rheurdt und Sonsbeck sowie mit den Städten Straelen und Kempen, so dass Michael Torhalla auch dort im Einsatz ist. So wird das Gerät voll ausgelastet. Und es bleibt für alle Kommunen günstig.“

Dass vor der Erneuerung der Wege Bankette abgefräst werden, ist übrigens erforderlich, wie Hackstein erklärt. „Gelegentlich sind Beobachter davon irritiert. Aber die Bankette gehören zum Wegebau. Sie sollen das ablaufende Wasser aufnehmen, das anschließend dort versickert. Wenn wir sie immer höher wachsen lassen, funktioniert das nicht mehr. Auch würden die Wege sonst immer schmaler werden, da das Gras immer mehr zur Mitte wächst.“