Junior-Coaches am Friedrich-Spee-Gymnasium Von der Schulbank auf die Trainerbank

Geldern · 16 Schüler und Schülerinnen des Friedrich-Spee-Gymnasiums in Geldern erhalten das Zertifikat als DFB-Junior-Coach. Die frisch gebackenen Trainer sollen helfen, außerhalb der Schulzeit eine Fußball-AG aufzubauen.

Die Freude war groß, als die Schüler und Schülerinnen des Friedrich-Spee-Gymnasiums in Geldern ihre Trainer-Zertifikate erhielten.   RP-Foto: Spütz

Die Freude war groß, als die Schüler und Schülerinnen des Friedrich-Spee-Gymnasiums in Geldern ihre Trainer-Zertifikate erhielten. RP-Foto: Spütz

Foto: Heinz Spütz

16 Schüler des Friedrich-Spee-Gymnasiums der Jahrgänge 2006/07, darunter vier Mädchen, haben ihren Beitrag dazu geleistet, dass es in der Zukunft mit dem Fußball in Deutschland erfolgreich weitergehen kann. In ihrer Freizeit haben sie sich nach dem Unterricht zu DFB-Junior-Coaches ausbilden lassen.

40 Lerneinheiten in Theorie und Praxis, verteilt über das gesamte Schuljahr, standen auf dem Programm. Vor Kurzem wurden ihnen durch ihre Sportlehrer Mario Kanopa und Phillip Oerding die Zertifikate als DFB-Junior-Coach ausgehändigt. „Als eine Säule der DFB-Qualifizierungsoffensive soll diese Ausbildung Schülern ab 15 Jahren eine Einstiegsmöglichkeit in die lizenzierte Trainertätigkeit schaffen“, sagt Ludwig Lippold, Referent für Jugend- und Schulfußball beim Fußballverband Niederrhein.

„Es war eine Pilotveranstaltung für unsere Schule, bei der wir durch Herrn Lippold hervorragend unterstützt und begleitet wurden“, resümiert Oerding. „Und im Hintergrund findet gerade der „Kick-off“ zur zweiten Trainerausbildung statt.“

„Die Trainingspläne vom Fußballverband waren perfekt ausgearbeitet“, sagt Kanopa. „Doch neben der Trainerausbildung ging es ebenfalls darum, den Schülern die Möglichkeit zu bieten, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung weiter reifen zu lassen.“

Ein Schwerpunkt wird bei der Ausbildung auf den Kinderfußball gelegt. Dafür gibt es gute Gründe, auch wenn man sich als Nachwuchstrainer wenig Lorbeeren abholt. Doch ohne ihre Arbeit gäbe es keine Spitzensportler und keine Star-Trainer. „Die Junior-Coaches werden eine Bereicherung für ihre Vereine und Schulen sein. Vor allem Kinder brauchen qualitativ gute Übungs- und Trainingsstunden, um sie nachhaltig zu begeistern und zu fördern“, ist sich Ludwig Lippold sicher.

Dass der Schulsport von diesem Pilotprojekt profitieren kann, ist nachvollziehbar. „Mario und ich sind dabei, außerhalb der Schulzeit eine Fußball-AG aufzubauen, deren Durchführung wir den frisch ausgebildeten Trainern anvertrauen möchten“, sagt Oerding. Überhaupt scheint das Duo Oerding/Kanopa auch außerhalb der Schule gemeinsame Sachen zu machen. In der Saison 2015/16 schafften die Fußballer von Arminia Kapellen den Sprung in die Kreisliga A. Der damalige Trainer war der ehemalige U 21-Nationalspieler Mario Kanopa. Philipp Oerding trug unmittelbar vor dem Ende seiner Spielerkarriere mit elf Einsätzen zum Aufstieg bei.