Geldern: Schmugglerspektakel in Walbeck

Zeitreise eines ganzen Dorfs: Walbeck lässt die Schmugglerzeit wieder auferstehen

Rund 150 verkleidete Anwohner und zahllose Requisiten ließen die alte Schmugglerzeit wieder auferstehen. Zahlreiche Besucher staunten am Wochenende über die neuen Highlights und die große Liebe zum Detail. Am Sonntag wurde die neue Spargelprinzessin enthüllt.

Am Wochenende fühlte man sich im Spargeldorf zurückversetzt ins frühe 20. Jahrhundert. Dosenkickende Kinder liefen über den Marktplatz. Spinnerinnen gingen ihrer Beschäftigung nach, während sich eine Gruppe von Männern auf ihr Kartenspiel konzentrierte.

Die Waschfrauen waren emsig dabei, am Brunnen ihre Tücher reinzuwaschen, während gegenüber die Korsett tragenden Huren verführerisch aus ihren Fenstern winkten. Es war eine ganz außergewöhnlich Atmosphäre, die da, angelehnt an den Roman "Grenzvolk" von Jakob Schopmans, zum Leben erweckt wurde.

Das fünfköpfige Organisationsteam hat sich einige Neuerungen ausgedacht. So gab es bei dem vom Heimat- und Verkehrs-, sowie vom Musikverein veranstalteten Großereignis erstmals einen historischen Quiz-Rundgang, bei dem ein Nachtwächter zu verschiedenen Zeiten des Tages Geschichten über alte Gebäude im Ort erzählte. Zahlreiche Besucher waren den Tag über unterwegs, um sich ganz auf das wunderbare Flair einzulassen.

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Es wurde viel fotografiert und gestaunt, denn die Leute waren begeistert von der detailverliebten Darstellung der rund 150 verkleideten Anwohner. "Als hätte man eine Zeitmaschine genommen", staunte Michael Immen. "Da hat man sich richtig viel Mühe gegeben."

Wie immer ist auch der Schmugglerkönig Att (Ortsbürgermeister Udo Simon) unterwegs, der in kleineren Spielszenen auf die verschiedenen Anwohner traf. Am Samstagabend gipfelte die Veranstaltung in einem gemütlichen Beisammensein auf dem Schulhof, bei der gegrillt, getrunken und gefeiert wurde.

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(cnk)