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Neue Ladesäulen in Veert: Geldern rüstet sich für Elektromobilität

Neue Ladesäulen in Veert : Geldern rüstet sich für Elektromobilität

Dank der Stadtwerke werden bald insgesamt elf öffentliche Ladesäulen im Stadtgebiet zur Verfügung stehen.

Mit leerer Batterie muss in Geldern kein Autofahrer mit seinem E-Fahrzeug liegen bleiben. Dank der Stadtwerke werden bald insgesamt elf öffentliche Ladesäulen im Stadtgebiet zur Verfügung stehen. Gestern wurde der neue Standort beim Baufuchs Vos in Veert vorgestellt, zudem kann man nun auch am Möbelzentrum sein Auto an die Steckdose hängen. Kostenlos übrigens – zumindest bis 2019. Die weiteren Standorte folgen im Herbst. Jennifer Strücker, Geschäftsführerin der Stadtwerke Geldern: „Damit der Kauf eines Elektrofahrzeugs attraktiver wird, benötigen die Bürger eine verlässliche Infrastruktur.“ Die Stadtwerke würden sich als „Kümmerer für mehr Lebensqualität“ in der Pflicht sehen, in Geldern die Voraussetzungen zu schaffen.

Am Ende sei es wie mit der Henne und dem Ei, so Strücker weiter. Solle man erst warten, bis genug Elektrofahrzeuge auf den Straßen fahren und dringend Ladestationen brauchen? „Wir schaffen jetzt die Infrastruktur in Geldern, damit der Anreiz zum Kauf von E-Fahrzeugen größer wird“, so Jennifer Strücker. 100.000 Euro werden investiert, 40 Prozent übernimmt der Bund. Im nächsten Jahr sollen dann auch die übrigen Ortschaften noch ausgestattet werden. Die „ersten Schritte“ in Richtung E-Mobilität gingen die Stadtwerke bereits 2010 mit dem Bau der ersten E-Ladesäule für Autos im Marktparkhaus am Südwall, so Wirtschaftsförderer Tim van Hees-Clanzett, der im Namen der Stadt für das Engagement des Versorgungsunternehmens dankt. Im Mai folgte mit Inbetriebnahme der ersten Schnellladesäule, in Kooperation mit dem Tankstellenbetrieb Stoffmehl, der Startschuss für die Umsetzung des E-Mobilitäts-Konzeptes. Die Batterie eines VW E-Golf kann dort in weniger als einer Stunde wieder komplett aufgeladen werden. An den Ladesäulen wie bei Vos und am Möbelzentrum kann ein neuer Renault ZOE während eines halbstündigen Einkaufs bis zu ein Viertel der Batteriekapazität nachladen: Damit fährt der Wagen gut 100 Kilometer weit. Bis zum Jahresende folgen sieben weitere Ladesäulen am Berufskolleg im Nierspark, am „kleinen Markt“, auf dem Parkplatz Hülser-Kloster-Straße, und je zwei Säulen an der Stadtverwaltung sowie am Bahnhof. Jede davon wird ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben. „Das ist uns ganz wichtig, damit die Ökobilanz auch stimmt“, so Strücker.

Veerts Ortsvorsteher Heinz Manten zeigte sich begeistert, dass die automobile Zukunft nun auch in seine Ortschaft Einzug hält. Die Geschäftsführer von Vos, Georg Vos und Werner Kersjes, betonten, das neue Angebot passe zu ihrem Konzept, mit viel Service für den Kunden immer auch nach vorn zu gehen.

Auch beim Tanken „zu Hause“ möchten die Stadtwerke unterstützen. Sie bieten so genannte Wallboxen an. Bis zum 20. November gibt es eine Förderung in Höhe von 50 Prozent, höchstens jedoch 1000 Euro auf Antrag dazu.