Geldern: Pflegeserie von Rheinischer Post und St.-Clemens-Hospital - Eine Anlaufstelle für alle Organe

Pflegeserie von Rheinischer Post und St.-Clemens-Hospital : Eine Anlaufstelle für alle Organe

Herz, Lunge, Niere – bei Untersuchungen an den Organen ist das Pflegeteam der Internistischen Funktion an der Reihe.

Ob Herz, Lunge oder Niere – in der internistischen Funktionsabteilung begegnet Heike Saers täglich Menschen, die an unterschiedlichen Organen erkrankt sind. Seit Januar 2017 leitet sie das Pflegeteam der Internistischen Funktion im Gelderner St.-Clemens-Hospital.

Das Team gehört zu den sogenannten Funktionsbereichen. Das heißt, die Pflegekräfte arbeiten nicht am Bett des Patienten, sondern ihr Arbeitsplatz ist hauptsächlich der Untersuchungsraum. Sie unterstützen die Ärzte bei Untersuchungen und in der Durchführung von Diagnostik und Therapie – nicht auf einer bestimmten Station, sondern interdisziplinär. „Das macht es sehr abwechslungsreich, das gefällt mir“, sagt Heike Saers. „Wir sind ein gutes, kleines Team und arbeiten eng zusammen.“

Viel los ist in der Internistischen Funktion zwischen 6 und 16 Uhr. In dieser Zeit finden alle terminierten Untersuchungen statt. Dazu gehören zum Beispiel Schluckechos und Punktionen, bei denen die Pflegekräfte den Ärzten assistieren. Andere Untersuchungen führen sie selbstständig aus, wie beispielsweise Elektrokardiographien (EKG), mit denen die elektrische Aktivität des Herzens gemessen wird, oder Elektroenzephalografien (EEG), eine Untersuchung zur Messung der Hirnströme.

Auch die Überprüfung der Lungenfunktion und das Anlegen von Langzeitblutdruck- und EKG-Messgeräten gehören zu den Aufgaben. „Der Beruf ist weniger pflegerisch, mehr technisch geprägt“, sagt Heike Saers.

Die Patienten, die sie betreut, kommen von allen Stationen des Krankenhauses für die Untersuchungen in die Räume der Internistischen Funktion. Viele Patienten begleiten Heike Saers und ihre Kolleginnen schon über Jahre. Zur Kontrolle der Herzschrittmacher kommen die Betroffenen zweimal im Jahr zu dem Team.

Heike Saers ist zudem Mitglied des Herzkatheterlabors, in dem Menschen mit Herzinfarkten behandelt werden. Damit im Notfall gehandelt werden kann, ist rund um die Uhr, im Rahmen von Rufbereitschaftsdiensten, jemand erreichbar und innerhalb kurzer Zeit vor Ort.

Seit 2016 sind in Geldern Herz-Katheter-Untersuchungen möglich. Über das Handgelenk oder die Leiste wird ein Katheter eingeführt und Kontrastmittel in die Gefäße gespritzt. So wird sichtbar, ob und wo ein Gefäß verschlossen ist. Mit einem feinen Draht wird ein kleiner Ballon in die Arterie eingeführt und an der verschlossenen Stelle aufgepumpt, sodass das Blut wieder fließen kann.

Beim EEG werden Hirnströme gemessen. Foto: Evers, Gottfried (eve)

Dass sie interdisziplinär arbeitet, sieht Heike Saers als den großen Vorteil ihres Jobs in der Internistischen Funktion – egal von welcher Station, bei ihr kommen viele Patienten zusammen. „Der Umgang mit den Menschen macht mir am meisten Spaß“, sagt die Leiterin des Pflegeteams. „Man trifft hier unglaublich viele interessante Leute.“

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