Geldern investiert 100 Millionen Euro in seine Schulen

Neubauten und Sanierungen : 100 Millionen Euro für Gelderns Schulen

Die Stadt Geldern will massiv in ihre Schulen investieren. Es geht um die großen Bauprojekte wie die Modernisierung aller Standorte. Laut Kämmerer Thomas Knorrek kann man die hohe Summe ohne Steuererhöhungen stemmen.

100 Millionen Euro. Diesen Betrag will die Stadt Geldern in den nächsten Jahren in ihre Schulen investieren. „Es geht dabei sowohl um die großen Bauprojekte wie die Modernisierung aller Standorte“, sagt Bürgermeister Sven Kaiser. Und Kämmerer Thomas Knorrek versichert, diese hohe Summe können die Stadt stemmen, ohne dabei Einschnitte in anderen Bereichen beschließen zu müssen oder die Steuern zu erhöhen. In 30 Jahren soll der Betrag komplett getilgt sein.

Drei Großprojekte sind Teil des Plans. Da ist zum einen der Umzug der Realschule An der Fleuth auf das Gelände der Geschwister-Scholl-Schule in Veert. Die Hauptschule hat gerade ihren letzten Schultag hinter sich, sei ist aufgelöst. Für die Realschule ist neben Sanierung und Umbau auch ein Neubau erforderlich. Wenn die Realschule umzieht, gibt es im Gebäude an der Königsberger Straße mehr Platz für die schnell wachsende Gesamtschule. Doch angesichts deren Sechszügigkeit reicht das Raumangebot nicht aus. Auch dort ist der Bau eines weiteren Schulgebäudes erforderlich. Und dann sind da noch die beiden Gymnasien. Die endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen, aber es sieht so aus, als ob die Schulen einen Neubau bekommen sollen, in dem Friedrich-Spee- und Lise-Meitner-Gymnasium weiterhin unabhängig voneinander arbeiten können. Ein Vorteil der Neubaulösung wäre auch, dass die Schüler nicht während der Sanierungsarbeiten anderweitig untergebracht werden müssten.

Kaiser: „Zudem laufen die Arbeiten an der Grundschule in Kapellen.“ Auch die anderen Grundschulen werden modernisiert, vor allem energetisch auf den Stand der Zeit gebracht. Knorrek: „Das sind Investitionen, die am Ende auch Einsparungen bringen.“

Mit Planung und Durchführung der Arbeiten an den Schulen wird die dafür gegründete Gelderner Baugesellschaft GmbH betraut. Kämmerer Knorrek betont, dass die Finanzplanung sehr konservativ gerechnet sei. Natürlich profitiert Geldern von den derzeitigen Niedrigzinsen. Zuschüsse des Landes habe man nur im geringen Maße eingeplant, es könne natürlich sein, dass es projektbezogen durchaus mehr Geld aus Düsseldorf als bisher geplant gibt. Sven Kaiser: „Das ist eine zukunftsgerichtete Planung. Geldern wird alle seine Schulen gut ausstatten und auf zeitgemäßes Niveau bringen, das den heutigen pädagogischen Anforderungen entspricht..“

Mehr von RP ONLINE