Geldern: 14 Verletzte bei Planwagenunfall des Musikzuges Blau-Weiß Hartefeld

Schützenfest abgesagt : 14 Menschen bei Planwagenunfall in Geldern verletzt

In Geldern ist am Samstagmittag ein Planwagen umgestürzt. 14 Mitglieder des Musikzuges Blau-Weiß Hartefeld wurden verletzt. Zwei Schwerverletzte mussten mit Hubschraubern in eine Klinik geflogen werden. Das für Samstag geplante Schützenfest wurde abgesagt.

Der Unfall geschah um 12.15 Uhr an der Egmondstraße/Lindenallee in Geldern. Der Planwagen, der von einem Traktor gezogen wurde, stürzte in einem Wendehammer um. 14 Menschen wurden verletzt. Der 18-jährige Fahrer hatte offenbar die Kontrolle über das Gespann verloren, teilte die Polizei mit. Er erlitt einen Schock.

Auf dem Wagen saßen 20 Mitglieder des Musikzuges Blau-Weiß Hartefeld. Sie waren im Rahmen der Sommerkirmes, die an diesem Wochenende im Gelderner Ortsteil Hartefeld gefeiert wird, unterwegs. Mit Hubschraubern wurden zwei Schwerverletzte in Spezialkliniken in Duisburg und Nimwegen geflogen. Weitere Opfer des Unglücks wurden ins Gelderner Krankenhaus und ins Klever Hospital gebracht. Sechs Personen überstanden den Unfall unverletzt. Lebensgefahr besteht nach bisherigen Erkenntnissen für die Verletzten nicht. Die Verletzten sind laut Polizei zwischen 13 und 65 Jahre alt. Zunächst war vor Ort von 17 Verletzten die Rede.

Die Sommerkirmes in Hartefeld hatte am Freitag mit der Übergabe der Festkette begonnen. Am Samstag standen die Schützen im Mittelpunkt des Programms. Der Planwagen war auf dem Weg zum Haus des Festkettenträgers an der Elisabethstraße in Geldern. Zuvor hatte man den Pfarrer besucht.

Herbert van Stephoudt, selbst Mitglied im Spielmannszug und als Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft Hartefeld, Vernum, Poelyck Organisator der Sommerkirmes, sagte, dass das für Samstag geplante Schützenfest mit Festzug abgesagt sei. Der neue König war als aktiver Feuerwehrmann am Einsatz an der Egmondstraße beteiligt. Statt des Königsgalaballs wird es im Zelt am Samstag nur einen Dorfabend geben.

Während des großen Einsatzes von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte war die Sackgasse der Lindenallee zum Kreisverkehr gesperrt. Das DRK baute eine Station auf, in der neben Leichtverletzten auch Angehörige betreut wurden.

Gelderns Bürgermeister Sven Kaiser kam umgehend zur Unfallstelle. Er war erschüttert. „Gestern haben wir noch alle zusammen gefeiert. Das ist unfassbar. Besonders schlimm ist, dass so viele junge Menschen betroffen sind.“

Zur Rekonstruktion des genauen Unfallhergangs wurde von der Polizei ein Sachverständiger hinzugezogen.

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