Gelderland: Sturmtief „Eberhard“ verursacht Schäden im Kreis Kleve

Schäden bei Windstärke elf : Sturmtief „Eberhard“ wütet im Gelderland

Zwei Sturmtiefs fegten am Wochenende über die Region. Mit Windstärke elf entwurzelten die Windböen im Gelderland Bäume und legten den Niersexpress lahm. Kreisweit gab es mehr als 100 Einsätze.

Zuhause bleiben, wenn möglich, und wer doch nach draußen müsse, solle gut auf sich aufpassen – so lautete die Warnung der Feuerwehren in Wachtendonk und Kevelaer am Sonntag. Mit Windstärke elf sauste Sturmtief „Eberhard“ über das Gelderland und sorgte mit umgeknickten und entwurzelten Bäumen für Chaos auf den Straßen und Schienen.

Das bedeutete reichlich Arbeit für die Feuerwehren. „Im gesamten Kreisgebiet liegen Bäume auf den Straßen, von Kranenburg bis Kerken“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Sonntagnachmittag. In Nieukerk hatten die Windböen besonders weitreichende Konsequenzen: Ein Baum war auf die Schienen in der Nähe das Bahnhofs gefallen. Die Strecke des Niersexpress, der zwischen Düsseldorf und Kleve verkehrt, musste zwischenzeitlich gesperrt werden, damit die Feuerwehrleute den umgestürzten Baum bergen konnten. Der RE10 fuhr bis zum Abend nicht mehr zwischen Duisburg und Kleve, einen kurzfristigen Schienenersatzverkehr gab es nicht.

Bereits am Samstag hatte ein anderes Sturmtief namens „Dragi“ einige Schäden verursacht. Nach Angaben der Polizei gab es am Samstag eine Vielzahl von Einsätzen im gesamten Kreisgebiet. Zu Schäden konnten die Beamten noch keine Angaben machen, es habe aber bislang glücklicherweise keine Verletzten gegeben, hieß es am Sonntagnachmittag.

An der Uedemer Straße in Kervenheim wurde ein Baum entwurzelt. Foto: Schulmann

Besonders spektakulär war die Situation in Winnekendonk und Kervenheim. Dort mussten die Löschzüge am Samstag mehrfach wegen umgestürzter Bäume ausrücken. Auf der Uedemer Straße hatte der Sturm einen größeren Baum an einem Acker umgeweht. Auch die riesige Wurzel wurde aus dem Boden gerissen und beschädigte hierbei die Straßenkante. Der Bauhof der Stadt Kevelaer stellte entsprechende Warnschilder auf. Auf der Sonsbecker Straße, unweit des Feuerwehrgerätehauses, kippte ein Baum um und zerstörte dabei eine Straßenlaterne.

Wegen der Vielzahl an Einsätzen waren die Gerätehäuser in Winnekendonk, Kervenheim und Twisteden ständig besetzt. An der Ecke Veerter Straße und Bahnhofstraße in Wetten hatte der Wind ein Wartehäuschen aus Holz auf die Straße gefegt. Einen Einsatz gab es auch am Lindchen in Uedem. Da hatte der Wind allerdings nur ein Verkehrszeichen am Kreisverkehr erwischt.

Auch die Feuerwehr in Weeze hatte reichlich zu tun. Entwarnung konnte dagegen vom Airport Weeze gegeben werden. Trotz des Sturms habe es keine besonderen Vorkommnisse gegeben, so Flughafensprecher Holger Terhorst.

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