Kultur in Wachtendonk „Lyras“ musikalische Frühlingseinstimmung

Wachtendonk · Nach der langen Pause genossen es Musiker und Zuhörer wieder miteinander ein schöne Zeit zu verbringen. Die Auswahl des Musikvereins war vielfältig und bot für jeden Geschmack etwas.

 Das Konzert des Musikvereins Lyra fand nach zwei Jahren Corona-Pause wieder in Wachtendonk statt.

Das Konzert des Musikvereins Lyra fand nach zwei Jahren Corona-Pause wieder in Wachtendonk statt.

Foto: Evers, Gottfried (eve)

Mit der rechtzeitigen Verlegung des Frühjahrskonzerts des Musikvereins Lyra in die Turnhalle der Realschule hatten die Verantwortlichen die richtige Entscheidung getroffen. Draußen prasselte der Regen aufs Dach. Souverän und informativ begrüßte der Vorsitzende Stefan Hoffmann die weit über 100 Musikinteressierten, die sich auf die lang vermisste musikalische Frühjahrseinstimmung freuten. Feierlich angekündigt von Manuel Bodden, der mit der Soundsystem maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltung beitrug, marschierten die sieben Jugendlichen des Musikvereins ein. „Die, die geblieben sind, geben ihr Bestes“, meinte Dirigent und Ausbilder Helmut Heister wertschätzend in Bezug auf die Ausfälle durch die Pandemie.

Das Jugendorchester, ergänzt um drei Erwachsene, eröffnete das Konzert mit dem „Raiders Marsch“. Mit zwei Beiträgen aus der Filmwelt, (Pirates of the Carribean und Star Wars) überzeugten sie genauso wie mit den sanften vertrauten Melodien des „Irish Dream“, womit sie die natürliche Landschaft Irlands skizzierten.

Das Hauptorchester mit insgesamt 26 Musikern, davon vier Gastspieler, startete mit der ukrainischen Nationalhymne, die kurzfristig ins Programm genommen wurde, weil auch in Wachtendonk untergebrachte Flüchtlinge an dem Konzert teilnehmen konnten. Die Zuhörer erhoben sich von den Plätzen, um den ergreifenden Klängen zu lauschen.

Dem Eröffnungsstück „So schön ist Blasmusik“ folgte das lyrische Themen aufgreifende „Concerto d’Amore“. Diese wunderbare Komposition von Jacob de Haan verbindet verschiedene Stilrichtungen und Epochen miteinander. Es waren eine barocke Ouvertüre, ein charaktervolles Adagio und eine Swing-Passage zu hören. Der britische Marsch „Sons of the brave“ aus der Zeit des Burenkrieges gehört zu den schönsten Märschen aus Großbritannien. Die Tempi- und Taktwechsel der Rhapsodie über Stephen-Foster-Melodien waren anspruchsvoll und gelangen durch das meisterhafte Dirigat außerordentlich gut.

Das stimmungsvolle Arrangement bekannter Stücke aus Starlight Express gestaltete sich durch die unterschiedlichen Musikrichtungen von Rock’n’Roll über Blues bis zum Break Dance und Country sehr abwechslungsreich.

Mit einem bunten Medley von Songs ließ das Orchester den preisgekrönten Film um den Zirkuspionier P.T. Barnum „The greatest Showman“ vor den Augen der Zuschauer erscheinen. Mit „Rock von der Küste“ war das Santiano-Medley überschrieben. Es beinhaltete Titel wie „Frei wie der Wind“ und „Es gibt nur Wasser“. Nach dem in der Armee Österreichs beliebten Erzherzog Albert Marsch gab es begeisterten Applaus.

Diese lang vermisste Erlebnis belohnte das Orchester mit zwei Zugaben. Bei einem irischen Volkslied wechselte der stellvertretende Dirigent Christoph Niersmann ans Pult, während Heister das Akkordeon spielte.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort