Straelen: "Freifunk Straelen" will kostenloses WLAN für alle

Straelen: "Freifunk Straelen" will kostenloses WLAN für alle

Initiative versteht sich als nichtkommerziell und parteiunabhängig. Jeder mit Internetanschluss kann helfen.

An einigen Orten in Straelen ist kostenloses WLAN (WiFi) verfügbar. Zum Beispiel fast auf dem gesamten Marktplatz. Mehrere Gaststätten, Geschäfte und Dienstleister stellen WLAN ihren Kunden als besonderen Service zur Verfügung. Aber auch Privatpersonen sind bereits mit im Boot. Bis zur flächendeckenden Abdeckung ist jedoch noch einiges zu tun.

Dafür will die Initiative "Freifunk Straelen" sorgen. Entstanden ist sie aus einem Post von Marina Stremme in einem sozialen Netzwerk Mitte Juni. Christian Nowak, Jens Röskens und Stephan Stremme organisierten ein erstes Treffen, das am 30. Juni stattfand. Neben interessierten Privatpersonen waren Wirtschaftsförderer Uwe Bons und Vertreter aller Ratsfraktionen dabei: Uwe Große (SPD), Stefan Kemmerling (Grüne), Jens Röskens (CDU), Michael Traurig (Freie Wähler) sowie Bernd Ulrich (FDP). "Wir erreichten eine Zustimmung von 100 Prozent", freut sich Marina Stremme.

Nach einigen weiteren Treffen fiel die Entscheidung für den Verbund freier Netzwerke Nordrhein-Westfalen und somit für eine nichtkommerzielle Lösung. "Freifunk Straelen" besteht aus einem "Core Team" und einem erweiterten Team. Im "Core Team", also der Kerntruppe, sind Christian Nowak, Axel Stallknecht, Marina Stremme und Stephan Stremme. Sie kommen aus dem IT-Umfeld und können Interessierte beraten. Grundlegende Entscheidungen werden im erweiterten Team getroffen, zu dem neben der Kerntruppe Bons, Röskens und Traurig gehören. Die Initiative, die sich als nichtkommerziell und parteiunabhängig versteht, will einen flächendeckenden Internetzugang für alle, um die Attraktivität Straelens zu erhöhen.

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Jeder stellt einen Teil seines Internetzugangs für die Allgemeinheit zur Verfügung, indem er einen Freifunk-Router installiert. Den Router schließt man an einem Steckplatz vom bestehenden Router des Internetanschlusses an. An der Konfiguration muss nichts geändert werden. Die Freifunk-Geräte verbinden sich untereinander und tauschen so Daten aus. Je mehr Geräte es gibt, desto leistungsfähiger wird das Netz.

Ein Freifunk-Router kostet einmalig ab 20 Euro, der Jahresbeitrag zum Verbund freier Netzwerke Nordrhein-Westfalen beträgt 20 Euro. Schüler und Studenten können vom Jahresbeitrag freigestellt werden. "Freifunk Straelen" bezeichnet den Schutz persönlicher Daten als eines der höchsten Güter. Niemand, der den Zugangspunkt eines Internetspenders verwendet, erhalte Zugriff auf den Datenverkehr in dessen privatem Netz.

Wer mitmachen will, kann Kontakt aufnehmen per E-Mail an freifunk@straelen.eu.

(RP)
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