Freie Wähler Straelen fürchten um die Schulen.

Straelen : Freie Wähler Straelen: Druck machen in der Schulpolitik

Ein „Weiter so“ dürfe es nicht geben, meint die Partei. Pläne für private Schule in Wachtendonk?

Mit Verwunderung reagieren die Freien Wähler in Straelen darauf, wie Gymnasium und Sekundarschule ihre Zusammenarbeit in der Presse dargestellt haben. Die dort vorgenommene positive Bewertung entspreche nicht der Wahrnehmung der Freien Wähler und sicherlich auch nicht der von Eltern und Politik, die sich mit dem Thema der mangelnden Zusammenarbeit seit Monaten beschäftigen müssen. Abgesehen davon, dass in dem Artikel mehr oder weniger nur über eine technische Zusammenarbeit gesprochen wurde, bedürfe es auch einer pädagogischen Zusammenarbeit beider Schulsysteme beziehungsweise einer Abstimmung von Lehrplänen, um die gewollte Durchlässigkeit von der Sekundarschule zur Oberstufe des Gymnasiums zu erreichen.

Foto: privat/Privat

Außerdem nehmen die Freien Wähler nur widerwillig die Tatsache hin, dass kein Sekundarschüler der Klasse 10 in die Oberstufe des Gymnasiums Straelen wechseln konnte. Aber genau das sei es, was die Politik mit der Errichtung der Sekundarschule erreichen wollte.

Den Freien Wählern sei Immer wieder von Eltern berichtet worden, dass nicht von allen Seiten eine Zusammenarbeit gewünscht ist. „Das klingt für mich nach Ab- und Ausgrenzungen von Schülern der Sekundarschule“, so Christian Gier, der die Freien Wähler in den Arbeitskreisen zur Schulentwicklung für Stephan Heintze vertritt. Insofern ist es aus Sicht der Freien Wähler von großer Bedeutung, dass sich die Straelener Politik bis zu den Herbstferien entscheidet, wo die Reise in Sachen Schulentwicklung hingeht, um notwendige Änderungen zum Schuljahr 2019/2020 herbeizuführen. Ein „Weiter so“ könne und dürfe es nicht geben.

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Die Freien Wähler haben schon vor fast einem Jahr das Thema auf die Tagesordnung gebracht und sind dafür von der CDU-Fraktion kritisiert worden. Dennoch habe sich zu Beginn des Jahres gezeigt, dass die Freien Wähler mit ihrer Einschätzung Recht behalten haben, dass die Sekundarschule von Schülern und Eltern nicht mehr angenommen wird, wie dies einmal geplant war.

Dass der Schulstandort Wachtendonk nun nicht mehr zu halten ist und dies ebenfalls Auswirkungen auf die Straelener Schullandschaft hat, sei nicht zu bestreiten. „Wir würden nun schon gerne wissen, ob die 27 Anmeldungen aus Wachtendonk für die Sekundarschule Bestand haben, wo doch in Wachtendonk keine Fünfer-Klassen mehr gebildet werden dürfen“, so der Fraktionsvorsitzende Michael Traurig. Auch die Tatsache, dass die Ergebnisse der von den Freien Wählern schon früher geforderten und längst überfälligen Eltern- und Schülerbefragung erst im September zur Verfügung stehen, können die Freien Wähler nicht nachvollziehen – liegen die Fragebogen doch schon lange in der Verwaltung vor.

„Wir müssen hier einerseits aufs Tempo drücken und andererseits mit Bedacht handeln“, fordert Christian Gier. Vor allem vor dem Hintergrund, dass aus Kreisen der Wachtendonker Politik laut über die Errichtung einer „freien“, sprich privaten, Schule nachgedacht wird, sollten in Straelen die Alarmglocken klingeln. „Wir müssen uns zuerst Gedanken über die Straelener Schulentwicklung machen und danach über Zusammenarbeit mit anderen Kommunen nachdenken. Sonst wachen wir irgendwann auf, und der Zug ist für Straelen abgefahren“, fürchtet Traurig.

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