Firma aus Lüllingen bangt um ihren Telefonanschluss

Telekommunikation in Geldern : Telekom: Firma darf das Telefon behalten

Aufatmen bei GaTech: Die drohende Abschaltung des Telefonanschlusses ist vom Tisch. Der Betrieb bleibt erreichbar.

Die Frau am anderen Ende der Leitung klang erleichtert. „Wir behalten unser Telefon“, teilte Inge Koppers der RP-Redaktion mit. Sie ist die Frau des Inhabers von GaTech. Das ist ein Gartenbautechnik-Unternehmen aus Lüllingen. Und dem drohte bis vor Kurzem das Abschalten des Telefonanschlusses durch die Deutsche Telekom zum 23. Juni und damit eine Bedrohung der wirtschaftlichen Existenz. Das Problem ist jetzt gelöst.

Ausschlaggebend war offenbar, dass Inge Koppers sich bei einem anderen Telekommunikationsunternehmen um eine Lösung bemüht hatte, bei 1&1. Dort fragte sie nach, ob möglich wäre, was die Deutsche Telekom nicht mehr gewähren wollte: LTE fürs Internet und ISDN für Telefon und Fax. „Bei 1&1 hat man mir gesagt, das sei kein Problem“, berichtet die Frau aus Lüllingen. Doch könne erst auf 1&1 umgestellt werden, wenn der Vertrag mit der Telekom am 11. Oktober ausgelaufen sei.

Auf dieses Datum pocht jetzt auch die Deutsche Telekom. Da GaTech den Anbieter wechseln wolle, müsse der Vertrag bis Mitte Oktober erfüllt werden, hieß es bei einem Telefonat. „Von einem Abschalten des Anschlusses im Juni war da keine Rede mehr“, stellte Inge Koppers die neueste Entwicklung dar. „Es soll also Mitte Oktober mit dem Wechsel zu 1&1 nahtlos weitergehen“, hofft die Lüllingerin.

Sie blickt auf eine Vielzahl von Kontakten mit der Telekom zurück. Natürlich hatte sie unverzüglich der im Februar ausgesprochenen Kündigung des Telefonanschlusses widersprochen. „Darauf hat es gar keine Reaktion gegeben.“ Statt dessen bot die Telekom zu teure oder technisch nicht machbare Ersatzlösungen an. Nach den RP-Artikel erhielten die Koppers’ von anderer Seite viele Ratschläge und Hilfsangebote.

Bis die moderne Glasfaser zur Firma GaTech kommt, wird es noch lange dauern.

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