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Geldern: Finanzamt: Eicker wendet sich gegen Kritik des Ex-Bürgermeisters

Geldern : Finanzamt: Eicker wendet sich gegen Kritik des Ex-Bürgermeisters

Der SPD-Lokalpolitiker Hejo Eicker, früher Vorsitzender der SPD-Fraktion im Gelderner Stadtrat, stellt sich gegen Aussagen des ehemaligen Bürgermeisters Ulrich Janssen (CDU). Janssen hat sich zu Wort gemeldet, weil die Stadt Geldern das ehemalige Finanzamt am Mühlenturm gekauft hat.

Es sei schade, dass nun "vermutlich ein Millionenbetrag (mathematische Auf- und Abrundung) gezahlt wird, die Gelegenheiten des kostenfreien Erwerbs in der vergangene Zeit vom Rat nicht genutzt worden sind oder Fördermöglichkeiten des Integrierten Handlungskonzeptes nicht aktiviert werden konnten", erklärt Janssen.

Hejo Eicker will das nicht so stehen lassen. "Insofern die SPD-Fraktion kritisiert wird, dass wir daran beteiligt gewesen wären, Geld zu verschwenden - das weise ich zurück", sagt er. Gelegenheiten, die Immobilie "kostenfrei" zu bekommen, habe es nie gegeben. "Die Chancen, das zu erwerben, haben sich im Laufe der Jahre in den Verhandlungen mit dem Land als äußerst schwierig erwiesen, um nicht zu sagen, als unmöglich", sagt Eicker.

Tatsächlich hätte die Stadt zwar die Gelegenheit gehabt, die Immobilie zu Vorzugsbedingungen zu erhalten, sofern sie sie für "kommunale Zwecke" nutzen würde. Dafür geeignete Projekte gab es aber nach Ansicht der politischen Mehrheiten nicht.

Die Gelderner Sozialdemokraten habe die private Nutzung des ehemaligen Finanzamts immer favorisiert, genauer: die Einrichtung eines Hotels und eines Hausärztezentrums, angestrebt durch private Investoren. Diese Haltung habe die SPD immer vertreten, seit die Idee im Jahr 2015 auf den Tisch gekommen sei.

(szf)