Feuerwehrhaus Veert: Berthold Pauels (CDU) bezeichnet Kritik als „unredlich“.

Neubau Feuerwehrhaus in Veert: Um dieses Waldstück streitet Veert

Feuerwehrhaus-Neubau: CDU-Ratsherr Berthold Pauels bezeichnet die Kritik am Standort „Büschchen“ als „unredlich“.

Als „unredlich“ bezeichnet Berthold Pauels die Argumentation der Initiative gegen den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses auf dem Gelände des „Büschchens“ am van-der-Velden-Weg. Der in Veert wohnhafte CDU-Ratsherr für Geldern-Nord/Ost im Gespräch mit unserer Redaktion: „Manchmal kommt es einem so vor, als ob es in Deutschland en vogue ist, eine Antihaltung einzunehmen; sich gegen etwas zu stemmen.“ Die Gegner verhielten sich unredlich, da sie keine Alternative zu diesem Standort anbieten, der den Anforderungen des vom Rat beschlossenen Brandschutzbedarfsplans entspricht.

„Dieser Brandschutzbedarfsplan ist keine Erfindung der Stadt Geldern, sondern ist Gegenstand gesetzlicher Vorgaben sowie eine höchst professionelle Arbeit der Verwaltung“, so Pauels. Er dankt im Besonderen dem Löschzug Veert, der im vergangenen Jahr mehr als 90 Einsätze gefahren ist und somit durchschnittlich an jedem vierten Tag im Einsatz war. „Bei allem Respekt vor dem Erhalt und der Bewahrung der Schöpfung kommt in der Betrachtung der Gegner dieses Standortes doch der Schutz und die Unversehrtheit des Menschen ein wenig zu kurz. Der Brandschutzbedarfsplan regelt auf gesetzlicher Basis die sogenannte Hilfsfrist. Es handelt es sich um die berühmten acht Minuten, in denen Rettungskräfte an einem Unglücksort zur Stelle sein sollen. Die Stoppuhr startet, sobald der Feuerwehrmann das Signal auf dem digitalen Empfangsgerät erhält. Je nach Wohnort wird sich dann in Bewegung gesetzt, um in kürzester Frist das Gerätehaus zu erreichen. Die verbleibende Zeit ist dann übrig, um den Unglücksort zu erreichen. Je weiter man sich also von dem aktuellen Standort fortbewegt, desto weniger Zeit ist vorhanden, den Unglücksort zu erreichen – desto länger müssen Unfallopfer in einem Autowrack ausharren, desto länger müssen Menschen in einem brennenden Haus auf Rettung warten“, so Pauels.

Das bestehende Gerätehaus an der Schulstraße sei mehr als 50 Jahre alt und entspreche nicht mehr den modernen Anforderungen an Feuerwehr. Ein Grundstück, das den Vorschriften entspricht, sei im Ortskern kaum vorhanden. Am jetzigen Standort könne ein solch dimensioniertes Gebäude nicht errichtet werden, ohne die Grundschule einzuschränken. Mehrere Grundstücke seien in Erwägung gezogen worden. Bei allen sei die Stadt Geldern nicht Eigentümer der Flächen, sie sind in Privatbesitz.

In Veert soll entlang der Grunewaldstraße ein Neubaugebiet entstehen. Dort das Gerätehaus zu errichten, sei aus Sicht des Brandschutzbedarfsplans zu favorisieren. Doch wehren sich die Grundstückseigentümer vehement gegen eine Veräußerung einer Teilfläche für die Errichtung des Feuerwehrgerätehauses. Deshalb sei unter anderem auch das „Büschchen“ für den Bau in Betracht gezogen worden. ist. Pauels: „Eine weitere Unredlichkeit der Unterschriftensammler muss offenbart werden. Die Grundstücksfläche des Wäldchens beträgt etwa 5900 Quadratmeter, lediglich 2500 werden für die Bebauung benötigt.“ Für jeden gefällten Baum seien zudem zwei neue Bäume zu pflanzen. Es werde darüber nachgedacht, das Feuerwehrgerätehaus so schonend wie möglich auf der Fläche einzurichten. Die nicht bebaute Fläche soll weiter mit Bäumen und Pflanzen bestückt werden. Zudem habe Bürgermeister mitgeteilt, dass das Kreuz an der derzeitigen Stelle in jedem Falle erhalten bleibe.

Pauels betont, dass zu all diesen Punkten lediglich Überlegungen seitens der Stadt Geldern gibt, die zu beraten und zu entscheiden sind. Bislang sei in keine Richtung irgendeine Entscheidung gefällt worden.