Festival "City of Flowers" in Straelen findet zum dritten Mal statt

Electro Dance Music : Wieder Riesen-Tanzparty auf dem Straelener Klosterplatz

Das Festival „City of Flowers“ erlebt in Straelen seine dritte Auflage. Am 16. und 17. August werden täglich jeweils 2000 Besucher erwartet. Eddie Thoneick ist als Haupt-Act dabei.

Das ist weit weg von den Anfängen, als alles noch auf einen Gemüsewagen passte. Zwölf Meter breit und sechs Meter hoch ist die Bühne, von der aus beim „City of Flowers“ (CoF) 2019 die Besucher beschallt werden. Am 16. und 17. August erlebt das Festival der Electronic Dance Music (EDM) auf dem Straelener Klosterplatz seine dritte Auflage. Und die Vision, die Dirk Roosen und seine Mitstreiter von dieser „Umsonst und draußen“-Veranstaltung einst hatten, wird von immer mehr Fans geteilt. „Mit 120 bis 200 Leuten haben wir begonnen“, blickt Roosen auf die Jahre 2012 und folgende zurück. 2018 kamen an zwei Tagen 3000 Besucher. Jetzt erwarten die Organisatoren insgesamt 4000 Menschen, die friedlich tanzen und miteinander feiern wollen.

Ein Pool von 15 Ehrenamtlern stellt das Festival auf die Beine, wobei jeder feste Aufgaben hat. Dominik Nellesen etwa ist für Marketing und Design verantwortlich, Norman Girmendonk und Thomas van Gerven fungieren als Projektassistenten, Felix van Huet obliegt Logistik und Infrastruktur. Er kündigt nicht nur eine größere Bühne an als im Vorjahr, die gegenüber dem gewohnten Standort aufgebaut wird, sondern außerdem noch technische Elemente wie eine LED-Wand, Feuer und etwa sechs Meter hohe, leuchtende Blumenobjekte. Der Bierstand bleibt am alten Platz, bekannt sind auch die Sitzgelegenheiten. Im hinteren Bereich, der nach Roosens Beobachtungen aus den Vorjahren vor allem von den älteren Semestern bevorzugt wird, wird als Neuigkeit die Cocktail-Bar „Die grüne Perle“ geboten. Eine Foto-Couch wird gestellt und gestaltet von Blumenerzeugern. Erneut ist Landgard mit den Blütenkränzen der Kampagne „1000 gute Gründe“ dabei. Auf der Klosterstraße wird eine kleine Food-Meile aufgebaut, unter anderem mit „Herr Lehmann“ aus Kevelaer.

Früher kommen und länger bleiben, dafür soll laut Girmendonk mit dem Beerpong-Turnier ein zusätzliches Event sorgen. Zweier-Teams müssen in Bierbecher, die auf einem Tapeziertisch in Pyramidenform aufgestellt sind, mit Tischtennisbällen treffen. Eine Anmeldung ist auf der „CoF“-Facebookseite möglich. Als Zahlungsmittel im Wertmarkensystem wird der Blumentaler eingeführt, mit dem man einmalig einen Mehrwegbecher aus Kunststoff mit aufgedrucktem „CoF“-Logo kaufen kann.

Eddie Thoneick aus Straelen ist der Haupt-Act des Festivals. Ferner sind zu hören „Krumm & Schief“ aus Mannheim/Straelen, „No Gods“ aus den Niederlanden, Tobias Embrica, der sich in der DJ-Battle durchsetzte, Stefan Lindenthal aus München, die Residents PA:UL und TFY sowie Eric Höfges aus Sevelen, der ein Classic-Set aus den 90ern liefern wird, und viele mehr. Vom Projekt „Fever Few“ wird das Lied „Sleepless nights“ live performed.

Bisher war „CoF“ in das Straelener Stadtfest integriert. Das Stadtfest findet, zumindest in diesem Jahr, nicht statt. „Anfang 2019 haben wir uns entschieden, dass wir unabhängig werden wollen“, so Roosen. Auch künftig werde das Festival für das Stadtfest nicht mehr zur Verfügung stehen. Statt dessen richtet sich sein Blick über die Grenze nach Venlo, wo mit den „Zomerpark Feest“ eine Woche vor dem CoF ein weiteres Free-Festival in der Region steigt. Als Vision für 2021 nannte Roosen eine interkommunale Zusammenarbeit. Und irgendwann ein Camping an der Grenze, von dem aus die EDM-Fans mit einem Shuttle zum Festival kommen.

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