Ferienspiele in Geldern bieten einige Ausflüge

Aktion: Gelderner Kinder im Krefelder Zoo

Erstmals seit vielen Jahren sind die Gelderner Ferienspiele wieder ausgebucht. Mehrere Ausflüge werden angeboten. Am Donnerstag ging es für die Jungen und Mädchen zu den Tieren in der Seidenstadt. Bürgermeister Kaiser als Gast.

Menschen der Altersgruppe Ü50 werden sich vielleicht an einen alten Karnevals-Hit erinnern: „Enne Besuch im Zoo“ holte einst die Jecken von den Stühlen. Die Jungen und Mädchen, die am Donnerstag einen Ausflug im Rahmen der Gelderner Ferienspiele unternahmen, kennen das Lied nicht. Doch ein Besuch im Zoo war trotzdem nach ihrem Geschmack. In Krefeld schauten sie sich die Tiere in deren Gehegen an.

Und da hatte jedes Kind rasch seinen Favoriten erkoren. „Die Pinguine sind süß“, meinte die siebenjährige Charlyn aus Pont. Für Tim, zehn Jahre alt, aus Geldern geht nichts über die Elefanten, der achtjährige Louis aus Geldern findet die Löwen spitze, und die sieben Jahre alte Laura aus Walbeck ließ sich von den Schmetterlingen faszinieren.

Die Exkursion war eine von mehreren, die die Organisatioren der Ferienspiele geplant haben. Das Waldfreibad Walbeck, das „Irrland“ in Twisteden und der Freizeitpark Schloss Beck waren beziehungsweise sind weitere Termine.

Im Krefelder Zoo war auch Gelderns Bürgermeister Sven Kaiser mit von der Partie. Er freute sich darüber, dass die Ferienspiele erstmals seit vielen Jahren wieder ausgebucht sind. Den Grund dafür sieht er in dem neuen Konzept, das den Eltern die Buchung für bestimmte Wochen erlaubt. Damit entfällt auch die früher übliche Trennung der Kinder nach einzelnen Ortsteilen beziehungsweise Innenstadt und Barbaraviertel. Rund 150 Kinder pro Woche sind dabei. „Sie sind in der Gruppe eine Woche zusammen“, erklärt Kaiser. Nach seinen Angaben machen 90 Kinder die gesamten drei Wochen mit, insgesamt hat diese Ferienfreizeit 230 Teilnehmer. „Das Gruppengefühl ist besser“, bestätigt Michael Kassner, der gemeinsam mit Monika Gottschlich und Daniel Mommen das Leitungsteam bildet. Und das Feedback der Eltern sei wegen der flexibleren Möglichkeiten sehr gut.

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Die Ferienspiele stehen unter dem Motto „Im Königreich Fantasia“. Das Basislager befindet sich am ehemaligen Tennisheim in Pont. „Da sind bessere sanitäre Einrichtungen“, lobte Bürgermeister Kaiser die Ausstattung dort. In Pont bauen die Kinder ein Hüttendorf, trotz glühender Hitze in der ersten Phase der Ferienspiele. Viele Wasserspiele sorgten glücklicherweise für die willkommene Erfrischung.

Auch ein Holzkünstler wird laut Verwaltung die Kinder in ihrem Lager noch besuchen. Er möchte sie teilhaben lassen an seinem Kunsthandwerk. Geplant ist das am Dienstag, 14. August. Heute und am 17. August kommt die Feuerwehr zu Besuch. Am 24. August kommt es im Hüttendorf in Pont noch zu einer Abschlussveranstaltung mit allen Kindern und mit vielen Überraschungen. Das ersetzt die früher übliche Übernachtung.

Für Kinder, die nur eine Woche mitreisen, sind jeweils 25 Euro zu zahlen. Bei zwei Wochen werden 45 Euro und bei drei Wochen 60 Euro fällig.

Für Kinder von Familien, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II beziehen, und für behinderte Kinder gibt es Sondertarife. Bustransfers und Verpflegung sind im Preis bereits enthalten. Die Kinder werden an vereinbarten Haltestellen abgeholt und dorthin auch zurückgebracht.

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