Issum: FDP Issum gegen starre Beteiligung der Vereine

Issum : FDP Issum gegen starre Beteiligung der Vereine

Die Liberalen in Issum möchten in Zukunft einen neuen politischen Stil pflegen und sich von den beiden anderen im Rat vertretenden Parteien (CDU und SPD) inhaltlich absetzen. Das machte FDP-Fraktionsvorsitzender Bernd Kuse im Beisein seiner Stellvertreterin Brigitte Viefers und des Kreistagskandidaten Thomas Wittenburg in einem Gespräch deutlich.

Erst vor wenigen Wochen hatte sich die Liberalen zu einem Ortsparteitag getroffen, um ein umfangreiches Wahlprogramm zu erarbeiten. "Auch wenn wir in der Kommission notwendige Sparvorschläge erarbeitet haben, können wir nicht alle Vereine über einen Kamm scheren und sie einheitlich mit 30 Prozent an den Kosten zum Unterhalt der Plätze und Hallen beteiligen", argumentiert der Fraktionschef. Wittenburg erinnerte in diesem Zusammenhang an die Diskussion im Jugendausschuss, den Vereinen wegen der Hängepartie bei der Entscheidung zur finanziellen Beteiligung wenigstens die Ausgaben aus dem Vorjahr zu erstatten.

Außerdem sehen sich die Liberalen als Bindeglied zwischen Bürgern und Verwaltung. Sie verwiesen darauf, dass sie die Einzigen gewesen seien, die beispielsweise zu den Themen Verlegung der Tennisplätze, Prüfung privater Abwasserkanäle, Euro-Rettung und geplante Ortskernerweiterung zu öffentlichen Diskussionsveranstaltungen eingeladen hätten.

Zur Sicherung der Gemeindefinanzen bleibt die FDP zum Beispiel bei ihrer Forderung, die Aufwandsentschädigung der Ratsmitglieder zu senken. Bürger sollen auch bei den Sitzungen besser eingebunden werden. Wenn sie schon mal in den Ratssaal kämen, sollten sie vor und nach der Sitzung ein Rederecht eingeräumt bekommen. Nicht verstehen können die drei Kommunalpolitiker, warum sich ihre Ratskollegen gegen eine Mitgliedschaft im Verein "Agrobusiness" ausgesprochen haben. In Issum seien mehr als 1000 Beschäftigte im Bereich Agrobusiness tätig. Durch eine Vernetzung mit den Niederlanden könnte das Gewerbegebiet an der Kevelaerer Straße besser vermarktet werden.

Das aktuelle Jugendparlament sehen die Liberalen nicht als Parlament, da es zu unpolitisch sei. Dort solle zwar nicht Nachwuchs für die Parteien herangezogen werden, doch nur Ausflüge rechtfertigten nicht den Begriff "Parlament". Und interessierten Senioren könnte zukünftig ein fachkundiger "Internet-Botschafter" an die Seite gestellt werden.

(stk)
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