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FDP Geldern stellt ihr Wahlpogramm vor.

Kommunalwahl in Geldern : FDP fordert Wiederaufbau des alten Rathauses

Im Wahlprogramm der Gelderner Liberalen werden 46 Themen angesprochen. Schwerpunkte sind Bildung, Wirtschaft und Stadtentwicklung. Sondernutzungsgebühren sollen entfallen.

Unter dem Kampagnen­slogan „machbar” gehen die Gelderner Freien Demokraten in den Wahlkampf. In ihrem Programm, das auf dem Ortsparteitag einstimmig verabschiedet wurde, stellen die Liberalen 46 Forderungen auf, deren Schwerpunkte vor allem auf den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Stadtentwicklung liegen.

Mehr als ein Jahr lang war eine parteiinterne Arbeitsgruppe mit der Ausarbeitung des Programms beschäftigt. Nicht zuletzt deswegen war dem Spitzenkandidaten und Fraktionsvorsitzenden Alexander Alberts der Stolz während der Vorstellung anzumerken. „Wir treten bei den kommenden Wahlen in allen Wahlbezirken an, haben tolle Kandidaten, und jetzt ist unser Wahlprogramm der letzte Meilenstein gewesen, bevor es richtig in den Wahlkampf geht”, zog Alberts eine Bilanz des Partei­tags.

Das in acht Themen gegliederte, 46 Forderungen umfassende Programm, stellt ganz zu Beginn die Schul- und Bildungspolitik in den Vordergrund. Die Freien Demokraten sprechen sich unter an­derem klar dafür aus, dass zukünftig unbürokratisch Überhangklassen ermöglicht werden. „Unser Anliegen ist, dass Kinder gern und motiviert zur Schule gehen. Darum ist es so wichtig, dass die Schüler auf die Schule gehen können, an welcher sie sich am wohlsten fühlen, sei es wegen der fachlichen Schwerpunkte, der Freunde oder der Nähe zum Wohnort. Politische Winkelzüge im Rat, wie zuletzt in der Debatte um die Überhangklasse am Lise-Meitner-Gymnasium gesehen, brauchen weder Eltern und vor allem die Kinder nicht”, erläutert Alberts. Im Kapitel Stadtent­wicklung fordert die FDP außerdem finanzielle Unterstützung für Vereine, die Abschaffung von Sondernut­zungsgebühren und den Wiederaufbau des historischen Rathauses am Marktplatz. „Wir sind der festen Überzeugung, dass Projekte wie der Wiederaufbau des Rathauses der Innen­stadt über die Grenzen Gelderns hinaus Attraktivität verleihen und identitätsstiftend für uns als Bürger ist”, so Ortsvorsitzender Steffen Feltens zu den Plänen.

In der kommenden Legislaturperiode wollen die Freien Demokraten Erhöhungen der Gewerbe-oder der Grundsteuer konsequent verhindern. Es müsse vielmehr in die städtische Infrastruktur und die kommunale Digitalisierung investiert werden. „Durch die Corona-Pandemie sind viele Menschen finanziell schwer getroffen worden, da kann die Politik nicht ernsthaft über höhere Steuern und kommunale Abgaben fantasieren. Es braucht gerade jetzt Investitionen, vor allem in die Infrastruk­tur und die Digitalisierung, damit wir den Unternehmergeist, den Mut und die Kreativität unserer Bürger entfesseln”, so Steffen Feltens.

Ein weiteres Augenmerk des Programms haben die Freien Demokraten auf die Kapitel „Umwelt und Naturschutz” sowie „Sport, Freizeit und Kultur” gelegt. Die Forderungen nach mehr Mitteln für das Gelderner Tierheim, die Schaffung von insektenfreundlicher Beleuchtung und der Kultivierung von luftreinigenden Pflanzen im Stadtgebiet sollen zu mehr Natur- und Artenschutz beitragen. Ebenso sei die Instandhaltung der Reitwege in und um Geldern ein Anliegen. So sollen bestehende besser gepflegt und gleichzeitig neue Wege geschaffen werden, um den Reitsport gezielt zu fördern und sicherer zu machen.

Das Wahlprogramm der FDP Geldern ist online auf der Seite www.fdp-geldern.de für alle Interessierten abrufbar.