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Familienbildungsstätte Geldern-Kevelaer stellt Programm 2022 vor

Neues Jahresprogramm der Familienbildungsstätte Geldern-Kevelaer : FBS legt das Programm fürs nächste Jahr vor

Die Familienbildungsstätte Geldern-Kevelaer ist vorsichtig optimistisch, dass die Kurse wie geplant in Präsenz stattfinden können. Neu sind aber auch einige Online-Angebote.

Ein halbes Jahr lag der Betrieb im Bildungsforum der Familienbildungsstätte Geldern-Kevelaer auf Eis. Erst im Mai diesen Jahres durften überhaupt erst wieder Veranstaltungen in Präsenz durchgeführt werden. Entsprechend groß war die Vorfreude, als es darum ging, das Jahresprogramm für 2022 auf die Beine zu stellen. Doch in Anbetracht der aktuellen Corona-Lage heißt es erneut zittern, ob alle Kurse wie geplant stattfinden können.

Zurzeit gilt im Fachbereich Partnerschaft, Ehe und Familie die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet). „Wir hoffen, dass das auch so bleibt“, sagt Leiterin Antje Freudenberg, „um all denjenigen ein Angebot machen zu können, die weiterhin zu uns kommen wollen.“ An Ideen mangelt es nicht, im Gegenteil, in einigen Fällen sind durch Corona sogar neue Kurse entstanden, zum Beispiel der Workshop „Corona: familiäre Herausforderungen während der Pandemie“, der ab 1. Februar starten wird.

112 Seiten umfasst das neue Programm der Familienbildungsstätte Geldern-Kevelaer, das ab Freitag, 3. Dezember, unter anderem in Banken, Sparkassen und Buchhandlungen im Gelderland kostenlos ausliegt. Ferner kann das Programm im Internet unter www.fbs-geldern-kevelaer.de eingesehen werden. Was auffällt: Einige Kurse sind nun mit einem Online-Hinweis gekennzeichnet. Das war im vergangenen Jahr noch nicht der Fall. Zwar hatte es ebenfalls Online-Angebote gegeben und zwar rund 70 an der Zahl, aber keines war geplant. Vielmehr war es so, dass einige Kurse spontan in umgewandelt wurden, nachdem der Lockdown verhängt worden war.

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„Die Online-Angebote haben sich während Pandemie so gut bewährt, dass sie wir sie auch im nächsten Jahr fortsetzen werden“, berichtet Antje Freudenberg mit Blick auf die Teilnehmerzahlen. Insbesondere bei junge Familien und Alleinerziehenden sei die Videoübertragung gut angekommen, was sich auch dadurch bemerkbar machte, dass auch Teilnehmer aus Kleve und Emmerich mitgemacht haben. Trotzdem seien viele Online-Kurse nur eine Brücke, sagt Antje Freudenberg. Bei manchen Themen sei es einfach nicht wichtig, ob sie über Zoom oder in Präsenz stattfinden. Das beziehe sich vor allem auf Angebote zu Sachthemen wie Pubertät, Kinderängste, Körperkult oder Notfälle im Säuglingsalter. „Da waren wir eher positiv überrascht, dass plötzlich auch Väter an den Seminaren teilgenommen haben.“ Es gebe aber auch Themen, bei denen ihnen die Eltern mitgeteilt hätten, dass sie bitte wieder in Präsenz stattfinden sollen. Das gilt zum Beispiel für die klassischen Mutter-Kind-Kurse, in denen der Körperkontakt eine wichtige Rolle spielt.

Wenn alles gut geht, sollen im nächsten Jahr auch die beliebten Eltern-Kind-Kochkurse „Kleiner Koch-Großer Koch“ in den Familienzentren Wachtendonk (1. Februar), Geldern (15. Februar) und Veert (8. März) fortgesetzt werden. Neu ist der Nähmaschinenführerschein für Kinder und Jugendliche ab neun Jahren mit der Schneiderin Marion Schopmans, in dem praktische Grundlagen wie Einfädeln, Spulen, Zickzackstich und Rückwärtsnähen vermittelt werden. Der erste Aufbaukursus beginnt am 3. Oktober.

Zurückstecken musste in diesem Jahr auch der Bereich Gesundheit, Prävention und Ernährung, berichtet die dortige Leiterin Julia Simmes. „Gerade bei den Senioren haben wir einige Teilnehmer verloren, obwohl wir die Programme angepasst haben.“ Andererseits habe man über Online-Angebote wie Yoga, Pilates, Achtsamkeit oder Feldenkrais auch einige jüngere Teilnehmer hinzugewinnen können. Speziell für junge Familien wurde das Kardio-Workout entwickelt, das ab Anfang Februar in Geldern und in Veert angeboten wird und bei dem Fitness, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit trainiert werden. Gut angenommen sei auch das Bewegungsangebot während der Sommerferien. „Da in diesem Jahr nicht so viele Menschen in Urlaub gefahren sind, haben wir uns dazu entschieden, drei Bewegungskurse stattfinden zu lassen, zwei davon unter freiem Himmel auf dem Rasen an der Liebfrauenschule.“ Dieses Angebot möchte Julia Simmes im kommenden Jahr wiederholen. Die genauen Termine stehen noch nicht im Programm, sollen aber kurzfristig im Mai bekannt gegeben werden.

Was sich in der Corona-Zeit ebenfalls bewährt hat, seien die Angebote zur Meditation, verbunden mit einem Waldspaziergang. „Draußen ist die Ansteckungsgefahr nicht so groß wie in den Räumen“, sagt Julia Simmes. Geplant sind auch für 2022 wieder Wanderungen in Walbeck, Treffpunkt ist das Waldfreibad. Neu ist das Ernährungsprogramm „Besser essen – Der Weg zu wohltuenden Essgewohnheiten, das ab dem 26. April einmal wöchentlich stattfinden soll oder die beiden Kochkurse „Cocotte trifft Römertopf“ (16. Februar) und „Wild auf Wild – der etwas andere Grillkurs“ (22. Oktober). „Wir sind vorsichtig optimistisch, dass diese Kurse wenigstens unter der 2G-Regel stattfinden können“, so Julia Simmes.