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Geldern: Fall der Axtmörderin von Straelen heute im TV

Geldern : Fall der Axtmörderin von Straelen heute im TV

Zehn Jahre ist es her, dass Kriminalhauptkommissar Gerd Hoppmann und seine Kollegen einen aufsehenerregenden Kriminalfall in Straelen gelöst haben. Als "Axtmord von Straelen" erregte der Fall Aufmerksamkeit, auch weil eine hochschwangere Belastungszeugin sich als Täterin herausstellte.

In der Serie "Anwälte der Toten" auf RTL wird heute ab 22.15 Uhr der Fall aus der Sicht der Ermittler erzählt.

Der Fall: Am 27. Februar 1998 findet eine schwangere 22-Jährige mit ihrem dreijährigen Sohn die Leiche ihres Großvaters. Sieben Schläge auf den Kopf mit einem stumpfen Gegenstand (wie sich später herausstellte eine Axt) verursachten den Tod des Rentners. Die Frau wird von der Polizei als Zeugin vernommen und gibt an, dass einen Tag zuvor ein sehr dickleibiger Mann bei ihrem Opa war. Die 22-Jährige hilft, ein sehr genaues Phantombild des angeblichen Täters zu erstellen. Die Polizei gibt ein Fahndungsplakat raus — in der Bevölkerung beginnt eine wahre Hetzjagd auf dicke Menschen. Doch auch nach intensiver Überprüfung ließ sich der Mann nicht auffinden.

Die Haushälterin des Opfers brachte die Polizei schließlich auf die Idee, die Bankdaten des Ermordeten zu überprüfen. Der Grund: Dem Opfer fehlte eines Tages seine Geldkarte. "Daraufhin haben wir dann die Videos der Bank überprüft und haben darin die Enkelin des Opfers beobachtet, wie sie mit einer gefälschten Vollmacht 800 Euro vom Konto des Opfers abgehoben hat. "Vor allem die Brutalität mit der die Tat ausgeführt wurde und die Tatsache, dass sie ihren dreijährigen Sohn die Leiche finden ließ, um den Verdacht von sich zu lenken, war für uns heftig", sagt Hoppmann.

(RP)