Geldern: „Es war bewegend“

Geldern: „Es war bewegend“

In einem Festgottesdienst im Limburger Dom ist Franz-Peter Tebartz-van Elst in sein neues Amt als Bischof eingeführt worden. Seine Twistedener Verwandtschaft war mit vielen anderen Kevelaerern vor Ort.

Kevelaer/Limburg Mit einem Festgottesdienst im Limburger Dom ist Franz-Peter Tebartz-van Elst gestern in sein neues Bischofsamt eingeführt worden. An der Messe nahmen nach Angaben des Bistums mehr als 2000 Gäste teil.

Zum großen Tag des aus Twisteden stammenden Bischofs waren auch zahlreiche Menschen aus Kevelaer angereist. „Wie viele, das kann ich schwer abschätzen“, sagte Johannes Tebartz-van Elst, der Bruder des Bischofs, gestern der Rheinischen Post. „Leider sind manche zu spät gekommen, weil es auf der A 3 einen langen Stau gab.“

Für die Familie Tebartz-van Elst gab es in der Kirche reservierte Plätze unter den prominenten Gästen. „Mein Sohn saß direkt neben Roland Koch“, berichtete Tebartz-van Elst. Außer dem hessischen Ministerpräsidenten habe er auch den rheinland-pfälzischen Landesvater Kurt Beck (SPD) und Bundes-Verteidiungsminister Franz Josef Jung (CDU) erspäht.

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Grußwort von Kardinal Lehmann

Eingeführt in sein neues Amt wurde Franz-Peter Tebartz-van Elst durch den Kölner Kardinal Joachim Meisner, zu dessen Kirchenprovinz Limburg gehört. Der scheidende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, sagt in seinem Grußwort, er freue sich, dass der Limburger Bischofsstuhl innerhalb kurzer Zeit wieder habe besetzt werden können. Als Vertreter der Protestanten war unter anderem der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, nach Limburg gekommen. In seiner ersten Predigt als Limburger Bischof erklärte Tebartz-van Elst, er freue sich auf die Begegnung mit den Menschen vor Ort: „Gemeinsam mit Ihnen setze ich darauf: Im Gebet und im Gespräch Kirche mit Gesicht zu sein, gibt unserem Glauben eine einladende Gestalt.“

„Es war ein bewegender Gottesdienst“, sagte Johannes Tebartz-van Elst. „Unglaublich viele Menschen waren gekommen. Nicht weniger als 55 Bischöfe. “ Gelegenheit, ein Wort mit dem Bruder zu wechseln, habe es noch nicht gegeben. „Wir werden jetzt hinüber zum Priesterseminar gehen“, sagte er nach dem Gottesdienst. Dort werde sicher Zeit für eine Begegnung der Familie sein. Johannes Tebartz-van Elst ist überzeugt, dass der Bischof den Kontakt zu seinem Heimatdorf aufrecht erhalten wird. „Wir haben ihn in den vergangenen Jahren natürlich nicht so häufig gesehen, weil er viel unterwegs ist.“ Doch der Bruder ist sicher: „Er wird uns regelmäßig in Twisteden besuchen – und dann auch hier in unserer Kirche die Messe zelebrieren.“

(RP)
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