Geldern: Errettung aus Gefahr

Geldern: Errettung aus Gefahr

Nieukerk Auch die Gläubigen sind gerade in den Ostertagen auf der Suche – nach dem Heil. Was das genau bedeutet, erklärt Dechant Theodor Prießen aus Nieukerk.

Wie bewerten Sie den Satz "Suche nach dem Heil"?

Thodor Prießen Sie haben sich mit Ihrem Thema "Suche nach Heil" einen besonderen Begriff ausgesucht, der abstrakt klingt. Wenige Menschen nehmen das Wort "Heil" heute in den Mund. Dennoch kommt das Wort in seiner Bedeutung täglich im Leben vor. Denn das deutsche Wort "Heil" hat seine Wurzeln in ganz konkreten Erfahrungen und Situationen in unserem Leben und Glauben und in unserer Lebens- und Glaubensgeschichte.

Was bedeutet das konkret?

Prießen Heil, das ist Errettung aus einer tödlichen Gefahr "Da habe ich einen Schutzengel gehabt", Heilung in Krankheit "Maria aus Kevelaer hat geholfen", Befreiung aus Gefangenschaft "Exodus Israels" oder "ich bin richtig davon befreit", Friede nach politischen Wirren "Gott hat uns geholfen" und so weiter. In Israel wuchs die Vorstellung von einem "Heilsbringer", einem Messias, der nach unserer Vorstellung in Jesus Christus gekommen ist. Deshalb sagen wir auch "Jesus Christus ist das Heil" oder "in Christus finden wir Heil".

Ist der Mensch wirklich auf der Suche nach dem "Heil"?

Prießen Ja, der Mensch ist auf der Suche nach dem Heil. Eine Suche ist die österliche Suche nach Dauer, letztlich nach "Ewigem Leben". Jedes Brautpaar möchte gerne Liebe für immer. Das Versprechen "bis das der Tod und scheidet" wird oft bis in den Himmel projiziert. Dies entspricht der Suche des Menschen nach ewigem und ganzem Angenommensein.

Stefan Kriegel führte das Gespräch.

(RP)